Hallelujah Lord

Sie meinen es doch nur Gut

Sie meinen es doch nur Gut

Sie meinen immer alles nur gut, das ist für mich, ganz oft die Entschuldigung für die Verfehlungen der anderen. Immer und immer wieder, oder „sie wissen nicht was sie tun“, damit hat Jesus auch seine Sünder entschuldigt, sie wissen nicht was sie tun, immer und immer wieder oder sie meinen es doch nur gut, immer und immer wieder. Ein Lebelang geht mir das schon so, immer und immer wieder suche ich die Fehler nur bei mir und niemals bei den anderen. Wenn mir Fehler bei den anderen aufgefallen sind, relativiere ich sie mit den Entschuldigungen „Sie meinen es doch nur gut“ und“ sie wissen nicht was sie tun. Niemals habe ich das Böse bei den anderen gesucht, dabei machte ich mich immer kleiner wie ich bin. Meistens trete ich beiseite, damit ein anderer zu Wort kommt oder die Lorbeeren einsammeln kann. Wenn dann etwas falsch läuft bin ich an die erste Stelle gerückt und habe die Verantwortung für den Fehler übernommen, obwohl ich so wirklich gar nichts mit diesem Fehler zu tun hatte. Aber ich habe die Leute beschützt, immer wieder habe ich mich schützend vor die Menschen gestellt, damit sie noch mal eine Chance bekommen. Ist es dann gut gelaufen, habe ich mich zurückgenommen, damit sie den Erflog ernten konnten. Wenn ich Tage lang im Dunkeln saß und mir sagte, sie meinen es doch nur gut oder sie wissen nicht was sie tun. Ausrede um Ausrede fällt mir ein, um das Verhalten der anderen zu rechtfertigen, immer wieder lasse ich die Menschen in einem guten Licht stehen, niemals mache ich sie schlecht oder dekreditiere sie, jeder Mensch hat eine weitere Chance verdient.

An die anderen denke ich immer, an mich selber, eher selten, alle anderen sind wichtig, außer ich. Ich habe mich oft auf meinen Weg verloren, einfach nicht mehr drangedacht, was mir wichtig ist, wurde zur Nebensache. Geben ist seliger denn nehmen, es fiel mir immer schwer, etwas für mich anzunehmen, ist die größte Überwindung für mich, es kostet mich soviel Kraft, etwas für mich anzunehmen, für mich etwas zu tun, immer und immer wieder die Frage, habe ich das denn verdient, steht es mir zu? Für mich war die Antwort auf diese Fragen überwiegend nein, ich nicht, die anderen sind wichtig, sie haben es verdient. Selbst wenn sie es nicht verdient hatten, habe ich mit ihnen und für sie gefreut, denn jeder Mensch hat es verdient, auch ich habe es verdient, aber diese Antwort lies ich immer aus.

Viele haben sich an mir versündigt, und sie durften es, ich habe sie niemals zur Rechenschaft gezogen, denn „sie meinen es doch nur gut“ oder „sie wissen nicht was sie tun“. Zu gerne wäre ich aus diesen Kreislauf ausgebrochen, gerne wäre ich mal explodiert den „sie meinten es nicht gut“ und „sie wussten genau was sie taten“. Sie taten es meistens bei klaren Bewusstsein und wohl überlegt, sie wollten mir weh tun, sie wollten mich verletzen, zugegeben hätten sie es niemals, denn dann wäre ihre verlogene Heilige Maske gefallen und auf dem Boden zersplittert. Was würde passieren, wenn wir alle Masken einen Tag mal fallen lassen würden, so ganz ohne Charme unser wahres Gesicht zeigen würden? Würden wir das aushalten, könnten wir das ertragen was wir sehen? Viele Menschen würde sich auf der Stelle vor deinen Augen verändern. Ein Wahrheitstonic für alle, 24 Stunden lang, ich glaube fest daran, jeder einzelne würde sich ganz schön wundern über das was in unserer Umgebung geschehen würden. Auch würden wir uns alle, 24 Stunden lang, nur die Wahrheit ins Gesicht sagen.

Selbst Jesus sagt zu uns, „viele werden mich Herrn nennen und ich werde ihnen sagen: ich kenne euch nicht“.

     Was habe ich aus meinen heutigen Gedanken gelernt?

Die Wahrheit ist etwas, was uns alle zusteht und die jeder dem anderen schuldig ist.

 

 

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