Hallelujah Lord

Andacht vom 16. Oktober (Zeige mir, Herr deine Wege!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und harmonischen Tag. Einen Tag voller Liebe und Frieden in deinem Herzen und um dich herum. Alles was von dir ausgeht soll in Liebe und Frieden geschehen!

Zeige mir, Herr deine Wege!

Psalm 25,4     

HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade

Ähnlich wie Mose(Ex33, 13) sehnt sich der Psalmist zutiefst danach, Gottes Vorgehensweisen zu kennen und seine Pläne und Absichten zu verstehen. Bete leidenschaftlich darum Gottes Herz zu erkennen und zu verstehen und seine Wege ohne Wenn und Aber anzunehmen. Das schlisst seine Wünsche und Absichten, seine Weisheit, seine heiligen Prinzipien und sogar sein Leiden mit ein(vgl. Phil3, 10-11). Indem du das tust, lernst du Gott selbst kennen. Strecke dich nach der Power des Heiligen Geistes aus, in deinem Leben. Weine tränen vor Gottes Thron, jede Träne wird ein erhörtes Gebet sein. Gott wird dir alle Zeit erstatten, Zeit der Trauer, des Schmerzen und des Flehens.

Es kann durchaus vorkommen, dass du als Gläubiger mit Gottes Werken(d.h. Erlösung, Wunder; vgl. Ps103, 7) ein Stück weit vertraut bist, ohne jedoch Gott wirklich persönlich zu kennen oder seine Wege zu verstehen(d.h. die Weisheitsprinzipien, nach denen er in dir wirkt und dich führt). Der Psalmist zeigt hier folgende Grundsetze auf, nach denen du Gottes Wege kennen und sie erfolgreich beschreiten kannst.

Du musst den aufrichtigen Wunsch haben, von Gott auf Wegen geführt zu werden, die nach den Wahrheitsmaßstäben seines Wortes richtig sind (Ps25,  4). Nicht deine Wege sollst du gehen, sondern die Wege des Herrn erkennen und ihnen folgen. Denn nur diese Wege sind die richtigen Wege, diese Wege führen dich näher zu Gott.

Du musst bereit sein, „den ganzen Tag“ (Ps25, 5) lang, Gott zu vertrauen und deine Hoffnung in ihn setzen. Du empfängst den „Segen vom Herrn“ wenn du mit einem lauteren Herzen(Ps24, 6) nach ihm fragst und deine Beziehung mit Gott vertiefen möchtest. Du solltest nicht vergessen, besonders wenn du zu Gott betest, ihn in seinem Haus zu lobpreisen oder beim Abendmahl seiner Gnade gedenken(siehe 1Kor11, 23-27; 2Kor6, 14-18; Hepr12, 14). Der Lobpreis in jeglicher Form, sei es singen, tanzen, flaggen, mit den Tamburinen setzt eine mächtige Kraft Gottes frei und das Abendmahl vertieft deine Beziehung mit ihm.

Du musst dich Gott demütig unterordnen(Ps25, 9), dich einen Gott gefälligen Lebensstil verpflichten(Ps25, 10), und den Herr fürchten(d.h. ihn zutiefst achten, verehren, sowie seine ehrfurchtgebietende Macht und Autorität anerkennen(Ps25, 12- 14). Er soll der Mittelpunkt deines Lebens sein, er ist immer an deiner Seite und das nicht nur bildlich gesprochen. Wie würdest du dich verhalten, wenn Jesus Christus jetzt in leiblicher Gestalt zu dir kommen würde, und niemals von deiner Seite weichen würde? Würdest du dich in allen so verhalten, wie du dich verhältst? Würdest du genauso sprechen, wie du sprichst? Vertiefe deine Gedanken und beantworte dir diese Fragen, bei all deinem tun. Sei dir Gewiss, dies ist nicht nur ein Gedanke, Jesus Christus ist immer bei dir, benehme dich auch so, als wäre er leiblich bei dir.

Da die Sünde verhindert, Gott und seine Wege zu kennen, musst du alles aus deinem Leben entfernen, was Gott widerstrebt oder seine Maßstäbe verletzt. Danach musst du seine Vergebung zulassen und dich geistlich von ihm reinigen lassen(Ps25, 4-8). „Hätte ich Frevel(d.h. Sünde) geplant in meinem Herzen so würde der Herr nicht hören“(Ps66, 18; vgl. 1Joh2, 1-6). Würdest du die Sünden begehen, die du begehst, wenn Jesus leiblich bei dir wäre? Oder würdest du von deiner Sünde ablassen und deine Beziehung zu deinem Herrn und Erlöser vertiefen?

Schwierigkeiten sind nicht unbedingt ein Zeichen für Gottes Missgunst(vgl. Ps25, 20). Es spiegelt nicht deinen Sündenparameter wieder, für alle sichtbar, lasse dir dieses niemals einreden. Du bist kein schlechter Mensch oder wie es gerne ausgedrückt wird, ein schlechter Christ, wenn du Schwierigkeiten in deinem Leben hast. Du kannst sie im Namen Jesus beseitigen, Step by Step.  Gott zu kennen und seine Absichten zu verfolgen kann dir durchaus Leid und Verlust bringen(z.B. Apg14, 22; 20, 22-23). Das größte Vorbild dafür ist Jesus selbst, der Gottes Plan vollkommen gefolgt ist und trotzdem Kummer, Verrat und den Tod am Kreuz erleiden musste. Du solltest wissen, wenn du nach Gottes Plänen und Zielen lebst, das Schwierigkeit, Widerstand, Ablehnung und Verfolgung auf dich wartet. Menschen werden dich verlassen und du wirst Menschen verlassen. Du wirst Menschen auf Sünde aufmerksam machen, das wird nicht unbedingt offene Arme für dich bedeuten. All das und noch mehr kann für dich Leid bedeuten, Opfer und Leid lässt dich im Glauben wachsen und stark werden.

Jesus Christus hat seinen Auftrag vom Vater, trotz aller Enttäuschung und allen Schmerz verfolgt und ist ihn bis zum Schluss, bis zum Tod gefolgt. Er hat seinen Auftrag erfüllt den er bekommen hat, und er wusste dass seine Berufung der Tod am Kreuz war. Er hat gehadert mit seinem Schicksal, aber er ist seinen von Gott bestimmten Weg gegangen.

In Matthäus 26, 36-46 können wir Jesus seine innerlichen Kämpfe gut nachvollziehen, da steht: Da kommt Jesus mit ihnen in ein Gut, namens Gethsemane. Und er spricht zu den Jüngern: Setzet euch hier, während ich dorthin gehe und bete. Und er nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr.     Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tiefbetrübt bis zum Tod! Bleibet hier und wachet mit mir! Und er ging ein wenig vorwärts, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst! Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend und spricht zu Petrus: Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Wiederum zum zweitenmal, ging er hin, betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Und er kommt und findet sie abermals schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum drittenmal und sprach dieselben Worte. Da kommt er zu seinen Jüngern und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruhet? Siehe, die Stunde ist nahe, und des Menschen Sohn wird in die Hände der Sünder überliefert! Stehet auf, lasst uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe!

Gehe dieser Kelch an mir vorüber. Was Christus mit dem „Kelch“ meinte ist viel diskutiert und erörtert worden. Es ist zweifelhaft, dass Christus darum bat, vor dem körperlichen Tod bewahrt zu werden, denn das war der Grund, warum er auf die Erde gekommen war. Er hatte sich sein ganzes Lebenslang darauf vorbereitet, diesen Auftrag zu erfüllen und für die Sünde der Menschheit zu sterben(vgl. Mk10, 33-34; Lk9, 51; joh12, 24. 27; Hebr10, 5-9).

Wahrscheinlicher ist, dass Jesus darum bat, vor der Qual der Trennung von Gott, dem Vater, bewahrt zu werden, der Trennung die die äußerste Strafe für die Sünde ist, die er schließlich ertragen musste, als er buchstäblich die Schuld und sie Strafe auf sich nahm(siehe 2Kor5, 21). Als Christus betete, wusste er, dass sein physischer Tod als volle Sühne für die Sünde angenommen werden würde, aber der Aspekt des geistlichen Todes, der Trennung vom Vater, war viel schlimmer. Dennoch betete Jesus: „Doch nicht ich will, sondern wie du willst“. Dann verpflichtet er sich, sowohl den psychischen Tod, als auch die geistliche Trennung von seinem himmlischen Vater zu ertragen, um unsere geistliche Errettung zu erwirken und zu gewährleisten(Mt27, 46). Offensichtlich erhörte der Vater sein Gebet und gab ihm die Kraft, den bitteren „Kelch der Leidens zu trinken“, das vor ihm stand(siehe Hebr5, 7).

Bitte auch du den Vater, „Herr dein Wille soll geschehen“, „nicht der meinige“, ich will meine eigenen egoistischen Wege aufgeben und dir folgen. Egal was auch geschehen mag, ich halte an dir fest, denn ich weiß du bist allezeit bei mir. Wenn du für mich bist, wer soll da, gegen mich sein, in Jesus wunderbaren Namen, AMEN!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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