Hallelujah Lord

Andacht vom 20. Dezember (Die christliche Ethik!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Halte Frieden mit jedermann und behandle alle Menschen so, wie du auch behandelt werden möchtest. Dein Verhalten soll unabhängig vom Verhalten deines Gegenübers, Auge um Auge und Zahn um Zahn ist Vergangenheit. Die Liebe soll dein Leben überdecken und durchdrängen, die Liebe Jesus Christus.

Die christliche Ethik!

Matthäus 5,43-48

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: «Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen!»

Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen;

auf dass ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht die Zöllner dasselbe?

Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heiden ebenso?

Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Dieser Abschnitt berührt zwei wesentliche Sachverhalte der christlichen Ethik.

  1. Die christliche Ethik ist eine positive Sittenlehre. Sie besteht darin, etwas zu tun und nicht darin, etwas nicht zu tun. Jesus hat dir die goldene Regel geschenkt, nach der du anderen nur das antun sollt, was du dir umgekehrt auch von ihnen wünschst.

 Diese Lebensregel findet sich bei vielen Schreiben vieler Glaubensbekenntnisse in der negativen Formulierung.

Dem jüdischen Gelehrten „Hilel“ bat einmal ein Mann, ihn in aller Kürze das Gesetz zu lehren. „Was dir selbst verhasst ist, dass füg auch keinen anderen zu“, antwortete der Gelehrte. „Da hast du das ganze Gesetz. Alles Übrige sind nur Erläuterungen“.

Und der jüdische-hellenistische Philosoph Philo von Alexandrien hat es so ausgedrückt: „Was du selbst nicht erdulden möchtest, dass tu auch keinem anderen an“.

Von dem griechischen Redner Isokrates stammt die Formulierung: „Alles, was dich erzürnt, wenn du es von anderen erdulden musst, füg auch selbst keinem anderen Menschen zu“.

Als Konfuzius gefragt wurde: „Gibt es ein Wort, das als Lebensregel für das ganze Leben genügt?“ antwortete er: „Ist nicht Gegenseitigkeit ein solches Wort? Was du dir selbst nicht zufügen lassen möchtest, dass füg auch anderen nicht zu“.

Alle diese Formulierungen sind negativ. Es ist nicht übermäßig schwer, sich solcher Handlungsweisen zu enthalten; doch es ist etwas völlig anderes, wenn du stattdessen dazu übergehst, dich anderen gegenüber in deinem Tun so zu verhalten, wir du es dir von ihnen auch wünscht.

Der Kern christlichen Verhaltens besteht darin, dass es sich nicht darin erschöpft, das Böse zu unterlassen, sondern vielmehr von dir fordert, das Gute zu tun.

  1. Die christliche Ethik basiert auf dem Außergewöhnlichen.

 Jesus zählt die üblichen Verhaltensweisen auf und tut sie dann mit der Frage ab: „Was für ein Verdienst ist daran?“ Sehr häufig behaupten Menschen, ebenso gut wie ihre Nachbarn zu sein. Das trifft sehr wahrscheinlich zu.

Doch die Frage Jesus lautet: „Um wieviel bist du besser als die anderen?“ Du darfst dich also nicht mit deinen Nachbarn vergleichen, diesem Vergleich hältst du unter Umständen durchaus stand, du musst Gott zum Maßstab nehmen und ihm gegenüber sind wir alle im Verzug!

Was veranlasst uns zu solchen christlichen Verhalten?

Der Wunsch, nach Gottes Willen zu handeln, denn auf solche Weise wirkt Gott selbst durch dich. Gott lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Er ist freundlich gegen Menschen, die ihm Freude und ebenso zu Menschen, die ihm Kummer bereiten.

Gottes Liebe umschließt die Frommen und die Sünder. Diese Liebe ist’s, der du nacheifern sollst. Wenn du auch für deine Feinde nur nach dem höchsten Gut trachtest, dann wirst du wahrhaft zum Kind Gottes

Johannes 3, 16

Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

So hat Gott die Welt geliebt:

Dieser Vers offenbart das Herz und den Plan Gottes, die großartige Wahrheit, die hinter seinem Plan zur Rettung der Menschheit steht.

  • Gottes Liebe ist so tief und weit, dass sie alle Menschen, d.h. „die Welt“(vgl. 1Tim2, 4) einschließt. Er liebt auch deine Feinde, nicht nur dich und die Menschen die du liebst. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. Dieses soll auch in deinen Leben existent sein „kein Ansehen der Person“ und „Gott möchte, dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

1Timotheus 2, 4

welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Die Bibel offenbart dir zwei Aspekte des Willens Gottes (d.h. seiner Wünsche, Pläne und Vorhaben, die sich auf seinen Charakter und seine Absichten gründen) für die Menschheit in Bezug auf Errettung:

(a)Eigentlich möchte er, dass niemand verloren geht oder von ihm verurteilt wird; vielmehr möchte er „das alle den Weg der Umkehr einschlagen“ (2Petr3, 9) und gerettet werden.

(b)Doch er möchte Menschen auch die Freiheit geben, seine Einladung zur Vergebung und ewigen Leben entweder anzunehmen oder abzulehnen (siehe Mt7, 21; Lk7, 30; 13, 34; Joh7, 17; Apg7, 51)

  • Gott „gab“ seinen Sohn (der sich auch selbst hingab Joh3, 17-18) als Opfer, um damit den Preis der Sünde (d.h. für den Widerstand und die Rebellion gegen Gott) für die gesamte Menschheit zu bezahlen. Dies tat er aus reiner Liebe, die niemand verdient hat. Gott war nicht verpflichtet, dieses Opfer für uns darzubringen; er war nicht dazu gezwungen (Röm8, 32; 1Joh4, 10).
  • Glauben (gr. pisteuo) beinhaltet drei Elemente:

(a) Man vertraut voller Zuversicht darauf, dass Jesus Christus Gottes Sohn und der einzige Retter für die geistlich gesehene verlorene Menschheit ist.

(b) Man übergibt sein Leben Christus, vertraut ihm das eigene Leben an und ist fest entschlossen, ihm auch weiterhin zu gehorchen (vgl. Joh15, 1-10; siehe Joh14, 21; Joh15, 4).

(c) man vertraut darauf und ist fest davon überzeugt, dass Christus mit jedem Menschen, der errettet ist, auch das Ziel der Errettung erreichen kann und will, nämlich den Himmel, um mit ihm dort in Ewigkeit zu leben (Glauben und Gnade). Es ist zu beachten, dass „glauben“ im biblischen Sinne keine reine Verstandesübung ist, sondern aktives Vertrauen voraussetzt, bei dem man sein Leben der Leitung Christi anvertraut. Echter Glaube zeigt sich durch selbstlos Handlungen, Gehorsam und Dienstbereitschaft (siehe Jak2, 14-26).

  • „Verloren gehen“ ist eine Begrifflichkeit in Joh3, 16, die man leicht im Zusammenhang mit der wunderbaren Gabe der Gnade, die Gott uns anbietet, überlesen kann. Hierbei geht es um die tragische Folge, wenn man Gott ablehnt (d.h. nicht an ihn glaubt, sein Leben nicht seiner Leitung unterstellt, seine Gnade der Vergebung und des ewigen Lebens nicht annimmt). Verloren gehen bezieht sich nicht auf das Sterben eines natürlichen Todes, sondern auf die schreckliche Realität eines geistlichen Todes (d.h. dauerhaftes Getrenntsein von Gott) und einer ewigen Strafe (Mt10, 28).
  • „Ewiges Leben“ ist Gottes Gabe für diejenigen, die das Opfer Christi zur Vergebung ihrer Sünden annehmen und geistlich gesehen „widergeboren“ werden. Man kann es nicht durch gute Taten oder persönlichen Einsatz verdienen; es ist eine Gabe, die angenommen werden muss. „Ewig“ heißt mehr als nur für immer leben. Hier geht es um eine Lebensqualität, die schon in diesem Leben beginnt.

Es ist ein Leben, das uns von der Macht der Sünde und des Satans befreit und dazu befähigt, geistlich zu leben, jenseits von irdischen Dingen und so eine ewige Beziehung zu Gott einzugehen (vgl. Joh8, 34-36; 17, 3).

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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