Hallelujah Lord

Andacht vom 07. Januar (Sei bereit für Veränderungen, auch wenn das Vorhandene gut ist!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und mega schönen Tag. Habe Freude am Herrn allezeit, denn dafür hast du das ewige Leben empfangen, um deinen Herrn zu Loben und zu Preisen. Lobpreis und Ehre sei ihm allezeit in allen deinem Sein, alles was du tust, tue ihm zur Ehre!

Sei bereit für Veränderungen, auch wenn das Vorhandene gut ist!

Lukas 5, 36-39

Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand reißt ein Stück von einem neuen Kleide und setzt es auf ein altes Kleid; denn sonst zerreißt er auch das neue, und das Stück vom neuen reimt sich nicht zu dem alten.

Und niemand fasst neuen Wein in alte Schläuche; denn sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen, und er selbst wird verschüttet, und die Schläuche kommen um;

sondern neuen Wein soll man in neue Schläuche fassen, so werden beide erhalten.

Und niemand, der alten trinkt, will neuen; denn er spricht: Der alte ist gesund!

Religiöse Menschen haben häufig eine Vorliebe für das Alte. Nichts gerät langsamer in Bewegung als die Kirche. Das Unglück der Pharisäer bestand darin, dass die religiösen Anschauungen Jesu so verblüffend neu für sie waren, dass sie sich ihnen einfach nicht anzupassen vermochten.

Der menschliche Verstand verliert sehr schnell die Fähigkeit, beweglich zu bleiben und wehrt sich dagegen, etwas Neues anzunehmen. Jesus veranschaulichte das auf zweifache Weise. „Wir können nicht einen neuen Lappen auf ein altes Kleid nähen“, sagte er. „Der neue starke Stoff wird den Riss in dem alten nur vergrößern“. Als Flaschen dienten in Palästina aus Tierhäuten hergestellte Schläuche. Wenn junger Wein hineingefüllt wurde, begann er zu gären, und die Gase entwichen. Waren die Schläuche neu, besaßen sie eine gewisse Elastizität und gaben dem entstehenden Druck nach, waren sie aber alt, dann wurden sie hart und trocken und platzten. „Werdet niemals wie die alten Weinschläuche“, sagte Jesus. „Die Menschen sagen zwar: Der alte ist milder, was für eine Augenblick wohl zutreffend mag, doch vergessen sie dabei, dass es falsch ist, den jungen Wein zu schmähen, denn eine Tages wird auch er ausgereift und ganz milde sein“. So werden auch neue frisch zu Jesus bekehrte neue Ansichten, neue Erkenntnisse und frischen Wind in die Gemeinde Jesus bringen. Verschließe dich ihnen nicht, denn auch sie werden zu gereiften, ergebnisreichen Christen heranwachsen. Auch kannst du in jedem Alter von ihnen lernen und profitieren.

Jesus verurteil in diesem Abschnitt, dass wir unseren Sinn verschließen. Stattdessen legt er dir dringend ans Herz, die neuen Gedanken nicht von vornherein zu verschließen. Wie lange hat es gedauert bis ich die gute Nachricht für mein Leben annehmen konnte, immer wieder haben sich die Menschen an mir ihre Zähne ausgebissen und sind daran verzagt. Ich selber musste erst ganz unten ankommen, bis ich mich der neuen Nachricht öffnete und mich diesen neuen Gedanken hingab und Jesus Christus mein Leben übergab. Neue Gedankenansetze dauern in der Wissenschaft immer eine lange Zeit bis sie überhaupt Gehör finden, noch länger bis sie ihren festen Platz bekommen. Im Christentum verhält sich das leider auch nicht anders, das Alte soll so bleiben wie es ist, denn es ist gut so. Viele Strömungen kamen und gingen und es wurde wieder auf das Alte gesetzt. Im Lobpreis ist es sehr gut zu beobachten, es gibt viele alteingesessene Gemeinden die nur auf den guten alten Pfingstjubel setzt, neumodischer Lobpreis kommt ihnen nicht ins Haus, deswegen kommt es sogar zu Gemeindespaltungen und dabei wird dann noch behauptet „wir sind im Willen des Herrn“. Ich sage immer solange das Kreuz und das Blut Jesus der zentrale Punkt ist und bleibt, können wir über alles reden und alles gerechten und biblischen eine Chance geben.

Wir sollen vor kühnen Gedanken nicht erschrecken. Solange es den Heiligen Geist gibt, wird Gott uns stets zu neuen Erkenntnissen führen. Wie kann zum Beispiel, die Medizin bestehen, wenn Ärzte ausschließlich auf Heilmittel und Behandlungsmethoden angewiesen wären, die vor dreihundert Jahren Gültigkeit besaßen? Unsere Orthodoxie reicht jedoch nicht viel weiter zurück. Wer etwas Neues zu sagen hat, muss stets darum kämpfen, sich durchzusetzen. Galilei wurde als Ketzer gebrandmarkt, als er behauptete, dass sie Sonne der Mittelpunkt der Welt sei und dass die Erde sich bewegte. Lister musste um die antiseptische Wundbehandlung bei chirurgischen  Eingriffen kämpfen. Ebenso musste sich Simpson gegen Widerstände bei der Einführung des Chloroforms zur Narkose behaupten. Wir müssen stets bedenken, dass es nicht bloß ein Beweis dafür ist, dass unser Geist alt und unbeweglich geworden ist, wenn wir alle neuen Gedanken ablehnen, und dass wir dem Abendteuer des Denkens niemals ausweichen dürfen.

Du solltest dich nie vor neuen Denkmethoden fürchten. Dass etwas stets auf eine bestimmte Arte und Weise gemacht worden ist, könnte höchstens ein Grund dafür sein, dass man endlich damit aufhört. Dass etwas noch nie so gemacht wurde, ist der beste Grund dafür, es endlich einmal zu versuchen. Ein Geschäft könnte überhaupt nicht existieren, wenn es veralteten Methoden festhielte, die Kirche jedoch versucht es. Jedes Geschäft, das so viele Kunden verloren hätte wie die Kirche, hätte längst neue Wege beschritten, die Kirche grollt allem Neuen. Rudyard Kipling erlebte auf einer Weltreise, wie General Booth am Bord kam. Dabei wurden die Handtrommeln geschlagen, was dem orthodoxen Herzen Kiplings zuwider war. Als er später mit dem General bekannt wurde, sagte er, wie sehr er dem Tambour und alles Derartige verabscheue. Booth sah ihn an. „Junger Mann“, sagte er dann, „wenn ich überzeugt davon wäre, dass ich auch nur eine einzige Seele für Christus hinzugewinnen könnte, indem ich Kopf stehe und dabei das Tamburin mit den Füßen schlüge, dann würde ich mich bemühen, es zu lernen“. Es gibt einen Konservatismus, der klug und einen, der unklug ist. Wir sollen uns davor hüten, in unserem Denken und Handeln engherzige Reaktionäre zu sein; als Christen sollten wir tapfer und wagemutig sein. Wir sollten immer wieder neue Dinge ausprobieren mit denen wir Menschen für Jesus Christus gewinnen können. Nicht stock und steif auf alte bewährte Methoden beharren und dabei übersehen, dass sie zwar vor 20 Jahren funktioniert haben, aber nun schon lange nicht mehr.

Bete und lasse dir vom Heiligen Geist, Dinge aufs Herzen legen, mit denen du Menschen für Jesus Christus gewinnen kannst. Öffne dich den neuen und beharre nicht auf die alten Dinge. Wenn du körperlich auch altern magst, sollte sich dein Geist, deine Kreativität sich jung erhalten und sich der Moderne öffnen. Es ist niemals zu spät, packe es an, Jesus ist mit dir. Sei dankbar dass du die Freiheit hast, deinen Glauben in jeglicher Form zu verkündigen, kaufe die Zeit auf!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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