Hallelujah Lord

Andacht vom 12. April (Vergebe, wie Jesus dir vergeben hat)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und siegreichen Tag,

der Herr segne deine Hände Arbeit und alle deine Schritte. Er soll dein ständiger Begleitet sein,

fälle alle deine Entscheidungen, mit der Hilfe des Heiligen Geistes, dann gehst du den rechten Weg!

Vergebe, wie Jesus dir vergeben hat.

Lukas 17, 1-10

Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, daß nicht Ärgernisse kommen; weh aber dem, durch welchen sie kommen!

Es wäre ihm besser, daß man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihm ins Meer, denn daß er dieser Kleinen einen ärgert.

Hütet euch! So dein Bruder an dir sündigt, so strafe ihn; und so es ihn reut, vergib ihm.

Und wenn er siebenmal des Tages an dir sündigen würde und siebenmal des Tages wiederkäme zu dir und spräche: Es reut mich! so sollst du ihm vergeben.

Und die Apostel sprachen zum HERRN: Stärke uns den Glauben!

Der HERR aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn und sagt zu diesem Maulbeerbaum: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer! so wird er euch gehorsam sein.

Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische?

Ist’s nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken?

Dankt er auch dem Knechte, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht.

Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Dieser Abschnitt zerfällt in vier deutlich voneinander unterschiedene Teile.

In Vers 1 und 2 wird der Mensch verurteilt, der andere zur Sünde verleitet. Unser Wort Skandal ist von dem griechischen Wort skandalon abgeleitet, das zweierlei bedeuten kann. a.) Ursprünglich wurde damit das Köderhölzchen bezeichnet, das herabfiel, wenn ein Tier die Lockspeise berührte, so dass es in dem Fall saß. b.) Später bezeichnete man damit jedes Hindernis, mit dem man einem anderen ein Bein stellte.  Jesus sagte, es gebe keine Welt ohne Versuchung; doch weh demjenigen, der einen anderen zur Sünde verleite oder ihm die Unschuld raube. An jeden tritt einmal die Versuchung zur Sünde heran, keiner entgeht diesem Anstoß zum Bösen. Auch du wirst der Sünde nicht aus dem Weg gehen können, da du in einer Welt lebst, in der Satan regiert. Aber du kannst ihr wiederstehen und in Jesus Namen besiegen. Jesus hat für dich den Sieg errungen über Satan unter seinem Gefolge und du hast den Sieg in seinem wunderbaren Namen.

Von einem alten Mann, der im Sterben lag, wird folgende Geschichte berichtet. Offenbar quälte ihn irgendetwas. Endlich entschloss er sich zum Sprechen. „Als Junge“, sagte er, „habe ich viel auf einem großen Platz gespielt, der der Gemeinde gehörte. Etwas in der Mitte des Platzes kreuzten sich zwei Straßen. An der Kreuzung ein alter, ziemlich wackeliger Wegweiser. Eines Tages drehte ich ihn so herum, dass die einzelnen Arme der Wegweiser, in die eine falsche Richtung wiesen. Seitdem muss ich stets daran denken, wie viele Reisende durch meine Schuld den falschen Weg eingeschlagen haben.“ Gott wird niemand ungestraft lassen, der auf der Straße des Lebens seinen jüngeren oder schwächeren Bruder veranlasst, den falschen Weg einzuschlagen. Bevor du jemanden den Weg weist, kontrolliere ob dieser Weg richtig ist, gehe in selber ab. Nur einen Weg den du selber gelaufen bist, kannst du deinen Geschwistern empfehlen.

Wie heißt es in einem alten indianischen Sprichwort, „du musst erst ein paar Schritten, in meinen Mokassin gelaufen sein, um mich zu verstehen“. Indem du selber gelitten hast, kannst du anderen helfen, kannst du anderen, wenn sie auf deine Worte hören, Unheil ersparen.

In Vers 3 und 4 hören wir, welche wichtige Rolle die Vergebung im Leben des Christen spielt. Sieben Mal sollen wir vergeben. Die Rabbinen pflegten zu sagen, wer einem anderen dreimal vergebe, sei ein vollkommener Mensch. Der christliche Maßstab ist doppelt so groß und dann wird noch einmal hinzugefügt. Damit ist jedoch keineswegs eine berechenbare Zahl gemeint. Vielmehr besagt die Zahl sieben ganz einfach das christliche Maß der Vergebung, das unermesslich viel größer ist als alle Maßstäbe der Vergebung die die Welt sonst kennt. Wir versuchen immer wieder Gott auf unser menschliches Denken zu reduzieren, es wird dir nicht gelingen, Gott ist so viel größer, als jedes menschliche Maß.

Beachte folgendes hinsichtlich Jesus Aussage über Vergebung:

  • Jesus ist darum besorgt, dass du deine Einstellung beibehältst, die vielmehr danach verlangt, denen zu helfen, die dich beleidigen, anstatt sie zu hassen oder dich an ihnen zu rächen.
  • Vergebung und das endgültige Resultat einer wiederhergestellten Beziehung können nicht wirklich eintreten, bis die verletzende Person ihre falsche Handlung anerkennt und ernstlich Busse tut (d.h. echte Reue und eine völlige Veränderung zum Ausdruck bringt). Jedoch sollte deine Vergebungsbereitschaft nicht von der Handlung der anderen Person abhängen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich Jesus nicht auf die gleichen, sich ständig wiederholenden Vergehen bezog. Hinzu kommt, dass Vergebung nicht unbedingt bedeutet, dass wir törichterweise jemanden vertrauen, der dir und anderen fortwährend Unrecht tut.
  • Du musst jedem vergeben, der ernsthaft bereut. Jesu Aussage bezüglich des Vergebens, „siebenmal am Tag“, bedeutet nicht, dass du gewohnheitsmäßige Sünden (d.h. die gleichen Verstöße fortwährend) billigst. Auch sagt er nicht, dass du es jemanden erlauben sollst, dich fortwährend zu misshandeln oder anzupöbeln. Stattdessen lehrt er, dass du deine Haltung bewahren sollst, die immer bereit ist, zu helfen und anderen zu vergeben.

In Vers 5 und 6 erfahren wir, dass der Glaube die größte Macht in dieser Welt darstellt. Es entsprach der orientalischen Redeweise, etwas so anschaulich wie nur möglich zu schildern. Mit diesem Satz will Jesus ausdrücken, dass etwas, was unmöglich erscheint, möglich wird, wenn du dich gläubig ans Werk machst. Du brauchst nur an die zahlreichen erstaunlichen Leistungen der Naturwissenschaften zu denken, an die vielen chirurgischen Eingriffe, die heute möglich sind und an die Steigerung der menschlichen Leistungsfähigkeit, die man noch vor weniger als fünfzig Jahre für unmöglich gehalten hätte. Wenn du mit den Gedanken. „Das ist unmöglich“ an eine Sache herangehst, wirst du es nie schaffen; wenn du dagegen sagst: Ich muss es schaffen“, dann besteht alle Aussicht, dass du es tatsächlich schaffst. Du solltest stets daran denken, dass du niemals allein an eine Aufgabe herangehst, sondern dass Gott dich dabei mit all seiner Kraft zur Seite steht. Du bist niemals alleine, diese Gewissheit darfst du in deinem Herzen haben.

In Vers 7-10 hören wir, dass Gott nie zu deinem Schuldner werden kann, dass du ihm gegenüber niemals Ansprüche geltend machen kannst. Wenn du dein Bestes gibst, so erfüllst du damit nur eine Pflicht und wenn du deine Pflicht erfüllst, tust damit nur etwas, wozu du ohnehin gezwungen werden kannst.

Du kannst keinen Kuhhandel mit Gott betreiben, nach dem Motto „ich habe es getan, jetzt musst du auch tun“, denn dann wirst du ja wieder unter dem Gesetzt. Wo deine Einhaltung belohnt werden konnte und dein Versagen bestraft. Selbst dann wärest du immer in der Bringverpflichtung, weil du dich mehrmals am Tag schuldig machen würdest. Du bist zur Freiheit berufen, lebe in dieser Freiheit(Gal5, 13).

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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