Hallelujah Lord

August vom 27. August (Mache dich auf und werde Licht)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und Gott geführten Tag. Lobe und Preise seinen wunderbaren Namen, mit deinem ganzen Leben. Gebe Gott mit deinem ganzen Handel, Wollen und Fühlen die Ehre, und gibt es ihm nicht die Ehre, lasse es!

Mache dich auf und werde Licht!

Apostelgeschichte 7, 17-36

Da nun die Zeit der Verheißung nahte, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten,

bis dass ein anderer König aufkam, der nichts wusste von Joseph.

Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlecht und behandelte unsre Väter übel und schaffte, dass man die jungen Kindlein aussetzen musste, dass sie nicht lebendig blieben.

Zu der Zeit war Moses geboren, und war ein feines Kind vor Gott und ward drei Monate ernährt in seines Vaters Hause.

Als er aber ausgesetzt ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf, ihr selbst zu einem Sohn.

Und Moses ward gelehrt in aller Weisheit der Ägypter und war mächtig in Werken und Worten.

Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er zu sehen nach seinen Brüdern, den Kindern von Israel.

Und sah einen Unrecht leiden; da stand er bei und rächte den, dem Leid geschah, und erschlug den Ägypter.

Er meinte aber, seine Brüder sollten’s verstehen, dass Gott durch seine Hand ihnen Heil gäbe; aber sie verstanden’s nicht.

Und am andern Tage kam er zu ihnen, da sie miteinander haderten, und handelte mit ihnen, dass sie Frieden hätten, und sprach: Liebe Männer, ihr seid Brüder, warum tut einer dem andern Unrecht?

Der aber seinem Nächsten Unrecht tat, stieß ihn von sich und sprach: Wer hat dich über uns gesetzt zum Obersten und Richter?

Willst du mich auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?

Mose aber floh wegen dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian; daselbst zeugte er zwei Söhne.

Und über vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste an dem Berge Sinai der Engel des HERRN in einer Feuerflamme im Busch.

Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des HERRN zu ihm:

Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und wagte nicht anzuschauen.

Aber der HERR sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, da du stehest, ist heilig Land!

Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volkes, das in Ägypten ist, und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen, sie zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Ägypten senden.

Diesen Mose, welchen sie verleugneten, da sie sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Erlöser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch.

Dieser führte sie aus und tat Wunder und Zeichen in Ägypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre.

Bisher haben wir uns das Leben von Abraham und Joseph näher betrachtet. Die nächste Gestalt, der Stephanus sich zuwendet, ist Mose.

Besonders in ihm sahen die Juden den Mann, der Gottes Befehl: „Gehe aus deinem Lande!“ gehorsam gewesen war. Mose hatte buchstäblich ein Königreich aufgegeben, um Gottes Befehl zu gehorchen und zum Anführer des von ihm erwählten Volkes zu werden. In der Bibel erfahren wir nur wenig über die Jugend des Moses, bei den jüdischen Geschichtsschreibern dafür umso mehr. In der Bibel hören wir nur, dass Mose von der Tochter des Pharaos gefunden wurde, nachdem seine Eltern ihn aussetzen mussten, und dass die Tochter des Pharaos ihn als ihren eigenen Sohn aufzog.

Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus berichtet uns dagegen weit mehr. Bei ihm lesen wir, dass Mose ein so hübsches Kind war, das die Menschen auf der Straße stehen blieben, um ihn zu betrachten, wenn seine Wärterin ihn auf ihrem Arm die Straße entlang trug. Er war ein hochbegabter Junge, der alle anderen an Intelligenz und Eifer übertraf. Eines Tages nahm die Tochter des Pharaos ihn mit zu ihrem Vater und bat ihn, Mose zu seinem Nachfolger auf dem ägyptischen Königsthron zu machen. Der König willigte ein und, so heißt es weiter, nahm seine Krone und setzte sie dem jungen Mose im Scherz auf den Kopf. Das Kind jedoch riss die Krone von seinem Kopf, er weigerte sich, sie zu tragen und warf sie zu Boden. Einer der ägyptischen Weisen behauptete, dies sei ein Zeichen dafür, dass der Knabe Unglück über die ägyptische Krone bringen werde, wenn er nicht sofort getötet würde. Doch die Königstochter riss Mose an sich und beschwor ihren Vater, nicht auf diese Warnung zu hören.

Als Mose erwachsen war, wurde er der oberste Heerführer Ägyptens und führte im weitentfernten Äthiopien einen siegreichen Feldzug. Dort heiratete er auch eine Prinzessin des Landes. Aus all diesen Berichtern geht hervor, was Mose aufgab. Er gab tatsächlich ein Königreich auf, um stattdessen sein Volk in die Wüste zu führen, dem großen Ereignis „Gott“ entgegen. Auch hier stellt Stephanus wieder fest: Wirklich groß ist nicht, wer wie die Juden ausschließlich mit der Vergangenheit verhaftet und ständig auf seine Vorrechte bedacht ist; wahrhaft groß ist vielmehr derjenige, der bereit ist, dem Befahl Gottes: „Gehe aus deinem Lande!“ zu gehorchen und allen Annehmlichkeiten zu entsagen die er vielleicht genossen hat.

Bis du bereit „aus deinem Lande zu gehen“ um Gott zu dienen, wo du ihn dienen sollst?

Bist du bereit deine Komfortzone hinter dich zu lassen, wenn Gott das von dir möchte?

Bist du bereit alles was dich daran hindert den Willen Gottes zu erfüllen, aus deinem Leben zu verbannen, auch wenn es dir sehr lieb ist?

Bist du bereit dieser Welt nicht mehr gleich zu tun?

Bist du bereit dein Land hier auf Erden zu dienen, denn du bist nicht mehr von dieser Welt, sondern auf dieser Welt, um Gott zu dienen?

Mache dich auf und werde Licht in dieser Welt, der Herr dein Gott hat dich berufen. Bete für deine Berufung und folge ihr ohne Wenn und Aber.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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