Hallelujah Lord

Andacht vom 07. September (Ich bin der HERR, dein Gott)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und harmonischen Tag. Alles was du beginnst, dass führe auch zu Ende, dann wird es dir zum Segen werden. Freue dich am Tag und nehme jede einzelne Stunde aus den Händen Gottes, voller Dankbarkeit und Demut.

Ich bin der HERR, dein Gott

Exodus 20, 1-2

Dann sprach Gott alle diese Worte:  Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. 

Gottes Gesetz zu empfangen war einer der wichtigsten Aspekte bei der Erfahrung der Israeliten am Berg Sinai. Da Gott ihnen sein Gesetz durch ihren Leiter Mose zukommen ließ, wird es auch als das mosaische Gesetz bezeichnet. Im Hebräischen heißt es Thora, was „Lehre“ bedeutet. Das Gesetz lässt sich in drei Kategorien gliedern: (a) das Moralgesetz, dass Gottes Regeln für ein heiliges, moralisch reines und richtiges Leben enthält (Ex20, 1-7); (b) das Zivilgesetz, das Israels rechtliches und soziales Leben als Nation betrifft (Ex21, 1-23, 33), und (c) das zeremonielle Gesetz, das von den Formen und Riten der Anbetung Gottes durch die Israeliten handelt. Zu diesem letzten Teil gehörten auch Regeln für verschiedene Arten von Opfern (Ex24, 12 – 31,18).

Hier folgen einige wesentliche Aspekte der Absicht und Funktion des alttestamentlichen Gesetzes:

Das Gesetz war ein Teil des Bundes, d.h. eine „Lebensvereinbarung“ auf der Grundlage von Gottes Gesetzen und Verheißungen und der Treue des Volkes gegenüber Gott, den Gott mit seinem Volk schloss. Es erläuterte, welche Bedingungen und Voraussetzungen die Israeliten aus Treue zu Gott erfüllen sollten. Das Volk stimmte den Pflichten und Aufgaben des Bundes offiziell zu (Ex24, 1-8).

Israel nahm das Gesetz an, das auf Gottes Barmherzigkeit beruhte, darauf, wie er die Israeliten auf übernatürliche Weise aus der Sklaverei gerettet hatte (Ex19, 4). Sie empfingen das Gesetz, nachdem ihr Leben in Ägypten verschont worden war, indem sie Gottes Anweisung über das Blut des Passalammes befolgt hatten (Ex20, 2). Und sie empfingen das Gesetz, in der Zeit, als Gott sie auf ihrem ganzen Weg gnädig mit allem versorgte, was sie brauchten.

Das Gesetz offenbarte, wie Gottes Volk sich ihm und anderen gegenüber verhalten sollte (Ex1, 4-6; 20, 1-17; 21, 1-24, 8). Außerdem beschrieb es die Blutopfer, die zur Sühne, d.h. zur Wiedergutmachung für ihre Sünden nötig waren (Lev1, 5; 16, 33). Das Gesetz war nicht dazu bestimmt, Menschen zu retten oder ihnen eine Beziehung zu Gott zu garantieren. Das Befolgen von Regeln kann kein Ausgleich für Trotz oder Rebellion gegen Gott sein, weil Rebellion eine Herzenshaltung der Menschen ist, die in ihren Taten zum Ausdruck kommt. Außerdem wurde das alttestamentliche Gesetz denjenigen Menschen gegeben, mit denen Gott bereits eine Beziehung eingegangen war (Ex20, 2). Das Gesetz zeigte den Israeliten vielmehr, wie sie nach Gottes Willen in der Beziehung zu ihm und zu anderen leben sollten. Gott erwartete von den Israeliten, dass sie das Gesetz, mit seiner Hilfe befolgen, um sich an ihrer Glaubensbeziehung zu ihm zu erfreuen (Dtn28, 1-2; 30, 15-20).  

Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament ging es bei der Erfüllung der Gebote Gottes darum ihm zu vertrauen, ihn beim Wort zu nehmen (Gen15, 6) und ihn zu lieben (Dtn6, 5). Oft scheiterten die Israeliten, weil sie Gottes Gesetz nicht aus Glauben, aus Liebe und aus dem Wunsch erfüllten, Gott zu kennen und ihm zu gefallen. Im Neuen Testament erklärt Paulus, dass Israel die gerechten Ansprüche des Gesetzes nicht erfüllte, „weil es nicht aus Glauben geschah“ (Röm9, 32).

Das Gesetz war Ausdruck des Wesens Gottes mit seiner Liebe, Güte und Gerechtigkeit und mit seinem Zorn gegen das Böse. Die gläubigen Israeliten sollten nach Gottes Moralgesetzen leben, weil er sie in seinem Ebenbild erschaffen hatte (Lev19, 2), das heißt, mit der Fähigkeit, Gott zu antworten und eine persönliche Beziehung zu ihm einzugehen, die Ausdruck seiner Liebe und seines Charakters war.

Errettung beruhte auch im Alten Testament nie auf der Fähigkeit, alle Gebote vollkommen zu erfüllen. Deshalb schloss Gottes Beziehung zu Israel ein System von Opfern ein, die als Mittel der Vergebung dienten, wenn Menschen das Gesetz zwar gebrochen hatten, die aber aufrichtig bereuten und auf Gottes Barmherzigkeit.  

Das Gesetz und der Bund des Alten Testaments waren in sich weder vollständig, noch sollten sie von unbegrenzter Dauer sein. Das Gesetz diente dem Volk Gottes vorübergehend zur Orientierung und zum Schutz, bis Christus kam (Gal3, 22-26). Der Alte Bund ist nun durch den Neuen Bund erfüllt. Durch die neue „Vereinbarung“ hat Gott seinen ganzen Heilsplan offenbart, Menschen vor der endgültigen Zerstörung durch die Sünde zu retten und ihre persönliche Beziehung zu ihm wiederherstellen. Dies geschieht durch Jesus Christus (Röm3, 24-26; Gal3, 19). Dies bedeutet nicht, dass die moralischen Grundsätze des Gesetzes für uns heute nicht mehr notwendig oder wichtig wären. Gottes Maßstäbe für moralische Reinheit und Wahrheit haben weiter Bestand, und Gottes Geist hilft dir nun, nach diesen Maßstäben zu leben, wie du es ohne ihn nie tun könntest. Versuche es niemals aus dir heraus, dass wird dir niemals gelingen, nur durch den Geist Gottes wird es dir gelingen. Der Geist wirkt in deiner Schwachheit mächtig und es wird dir gelingen. Gott verspricht, den Menschen unter dem Neuen Bund seine Gesetze in dein Herz und Sinn schreiben (Hebr8, 7-12; 10, 16). Jesus sagte: „Nicht um [das Gesetz oder die Propheten] aufzulösen, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen“ (Mt5, 17).

Gott gab das Gesetz „der Übertretung wegen“ (Gal3, 19), weil wir die von ihm gesetzten Grenzen überschritten und seine Gebote missachtet haben. Deshalb wurde das Gesetz gegeben, (a) um unser Verhalten zu regeln, d.h. zu überprüfen oder zu lenken; (b) um zu definieren, was Sünde ist; (c) um aufzudecken, dass Menschen dazu neigen, Gottes Pläne zu missachten, und unfähig sind, seine vollkommenen Maßstäbe zu erfüllen (vgl. Röm3, 20), und (d) um zu offenbaren, dass sie Gottes Barmherzigkeit und Gnade brauchen (Röm5, 20). Das Gesetz hilft dir zu erkennen, wie sehr du darauf angewiesen bist, dass Gott dich vor dem Folgen der Sünde rettet und dir eine Beziehung zu ihm gibt (vgl. Röm8, 2).

Das Gesetz hob eine ewige Wahrheit hervor: Wer Gott aus Liebe gehorcht (siehe Gen2, 9; Dtn6, 5) empfängt ein erfülltes Leben und Segen vom Herrn (vgl. Gen2, 16; Dtn4, 1. 40; 5, 33; 8, 1; Ps119, 45; Rö,8, 13; 1Joh1, 7).

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem