Hallelujah Lord

Andacht vom 14. April (Bringe Frucht, heute und alle Tage!)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Die Zeit des Wartens hat ein Ende und deine Geduld wird belohnt werden. Behalte von allem das gute und schaue nicht zurück, schaue auf heute, denn heute ist der Tag, der gelebt werden will. Gott gibt dir immer die Kraft die du brauchst allezeit, daran halte fest. Du bist niemals allein, Gott gibt die das Wollen und das Gelingen, daran halte fest!

Bringe Frucht, heute und alle Tage!

Lukas 3, 7-9
Er sprach nun zu dem Volke, das hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entrinnen?
so bringet nun Früchte, die der Buße würdig sind, und fanget nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.

Was Lukas hier berichtet, stimmt fast wörtlich mit Matthäus3, 7-10 überein. Anders als Matthäus sagt Lukas aber nichts von dem großen Zulauf, besonders seitens der Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe, Matthäus lässt die obengenannten Umkehrworte auch an die Pharisäer und Sadduzäer gerichtet sein. Nach Lukas sind diese Umkehrworte jedoch an das Volk gerichtet. Markus weist mehr auf die, die aus Jerusalem kamen. Wenn bei Lukas auf die führenden Schichten nämlich die Pharisäer und Sadduzäer, nicht genannt werden, so wird doch der herrschende Zeitgeist des ganzen Volkes mit scharfen Worten gerügt.

Es ist aufschlussreich und wichtig zu wissen das die Otterngeburt und Schlangenbrut, im Urtext für „Schlange“ hier nicht das sonst gebräuchliche griechische Wort „ophis“, sondern das andere Wort „echidna“ herangezogen wird. Das besagt, dass mit dem Wort „echidna“ das Gift der Schlange besonders betont werden soll. Vor solch einer giftigen und Verderben bringenden Schlange hat man Abscheu, man bekämpft sie radikal und tötet sie. Wenn der Täufer den Zeitgeist des ganzen Volkes, einschließlich der Pharisäer und Sadduzäer, und bei Matthäus besonders die verderbliche Wesensart der Pharisäer durch das Wort von der Giftschlangengeburt bloßstellt, dann traf das mit ungeheurer Wucht und Schärfe mitten ins Herz der pharisäischen Heuchelei und Scheinheiligkeit. Dieses isst wichtig zu wissen, damit du die ganze Schärfe und Eindringlichkeit dieses Wortes erfasst. Da ja in der heutigen Zeit in unseren Breitengraden, die Schlange sogar als Haustier gehalten wird und manche dadurch geneigt sind, dieses Wort nicht besonders ernst zu nehmen.

Johannes wendet sich mit erbarmungslosen Ernst an die „Volksmasse“ als solche und somit auch an uns. Sie bildeten sich ein, Gott käme ohne sie nicht aus. Gott wäre ihnen gegenüber gewissermaßen verpflichtet, sie Seelig zu machen, weil er es dem Abraham und seinen Nachkommen unter Eid versprochen habe. Dieses Verhalten gibt es auch in unserer Zeit noch zu Hauf. Viele Christen bilden sich ein, ob Bewusst oder Unbewusst, Gott käme ohne sie nicht aus und er müsste alle ihre Gebete erhören, seien sie nach seinem Willen oder nicht. Oftmals steht dann Jesus nicht im Mittelpunkt ihres Glaubens, sondern einzig und allein sie selbst. Der „Ichgläubige“ bildet den Mittelpunkt seiner Gemeinde und nicht mehr das Kreuz. Der „Ichgläubige“ der immer nur an sich selber denkt, der nur empfangen will und nichts tut.

Johannes forderte die Menschen heraus, ihre Hingabe an Gott durch praktische Taten der Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Selbstaufopferung (Lukas3, 11) unter Beweis zu stellen, die durch einen Gesinnungswechsel motiviert sind (Lk3, 13-15). Diese guten Werke konnten und können Menschen nicht retten, aber sie waren und sind eine gute Antwort auf Gottes Errettung und ein Beweis dafür, dass du wahrlich Gott nachfolgst.

Als Gläubiger bringe Frucht, die der Umkehr entspricht. In geistlichen Begriffen bedeutet „Frucht bringen“, das du ein äußeres(sichtbares) Zeichen des echten inneren Glaubens (dessen, was Gott in deinen Inneren bewirkt) zum Ausdruck bringst, und zwar indem du in deinem Charakter wächst, an Barmherzigkeit zunimmst und dich so verhältst, wie es Gott gefällt. Dein Charakter muss mit deiner Erkenntnis mitwachsen, denn Erkenntnis nutzt dir nichts, wenn du sie nicht umsetzen kannst, wenn du sie nicht lebst. Denn dafür ist das Wort Gottes um dich zu reinigen von allem weltlichen. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens (Hebr4, 12).

Echte Umkehr wird immer zu einem aktiven Glauben und einem Gott wohlgefälligen Leben führen (vgl. Lk3, 10-14; Apg26, 20; Joh15, 16). Wenn du sagst, dass du an Christus glaubst und ein Kind Gottes bist, aber nicht so lebst, dass gute Früchte wachsen und sichtbar werden, bist du wie ein Baum, der am Ende gefällt und ins Feuer geworfen wird (Lk3, 8-10. 12).

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

 

 

 

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