Hallelujah Lord

Andacht vom 15. Mai (Gott bewahre uns vor einem finsteren Herz!)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Solange es an dir liegt, halte Frieden mit jedermann, behandle jeden Menschen so wie du auch behandelt werden willst. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person, gehe auch du mit offenen Herzen auf alle Menschen zu!

Gott bewahre uns vor einem finsteren Herz!

Lukas 11, 33-36
Niemand zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht sehen.
Dein Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.
So siehe nun zu, dass das Licht in dir nicht Finsternis sei!
Wenn nun dein ganzer Leib licht ist, so dass er keinen finstern Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet.

Dieser Abschnitt ist nicht ganze leicht zu verstehen. Sehr wahrscheinlich ist damit gemeint, dass der Körper vom Auge abhängig ist. Wenn die Augen gesund sind, empfängt der Leib alles Licht, dessen er bedarf; wenn die Augen krank sind, wird aus dem Licht Finsternis. Ebenso hängt das Licht des Lebens vom Herzen ab. Wenn dein Herz in Ordnung ist, wird dein ganzes Leben davon hell; wenn dein Herz böse ist, verdunkelt es dein ganzes Leben. Jesus fordert dich nachdrücklich dazu auf, immer dafür zu sorgen, dass das Licht in dir niemals erlischt. Halte dein Feuer des Geistes immer am Brennen, schmeiße regelmäßig Brennmaterial nach. Sei allezeit wachsam, dass die Geschäfte der Welt dich nicht zu sehr einnehmen, lasse dich nicht ablenken von deinem Weg mit dem Herrn.

Woran liegt es nun, wenn das Licht in dir sich in Finsternis verwandelt? Was bewirkt, dass das Herz des Menschen böse wird?

Dein Herz kann sich verhärten. Wenn du mit deinen Händen eine ungewohnte Arbeit ausführst, kommt es vor, dass die Haut dadurch gereizt und rauh wird und dir Schmerzen verursacht; doch wenn du die Arbeit häufig wiederholst, härtet die Haut ab und du kannst die Arbeit verrichten, ohne dass sie dir wie zuerst Unannehmlichkeiten oder Schmerzen bereitet. So verhält es sich auch mit dem Herzen des Menschen. Das erste Mal, wenn du ein Unrecht begehst, zittert dein Herz und tut dir weh. Je häufiger du jedoch unrecht tust, umso weniger bebt dein Herz dabei, bis du es schließlich ohne alle Gewissensbisse tust. Mich persönlich hat es immer bestätigt wenn ich nicht erwischt wurde, wenn ich unrecht begannen habe, bist eines Tages jeder Zweifel verschwunden war und dass Unrecht zu mir gehörte, es mich sogar ausmachte. Ja ich machte vor nichts mehr halt und verstrickte mich immer tiefer in den Sumpf  der Ungerechtigkeit, bis Jesus Christus mir einen Rettungsanker zugeworfen hat und ich ihn nach mehreren Versuchen seinerseits erkannt und angenommen habe. Ich musste erst einen Selbstmordversuch unternehmen um zu erkennen, aber er hat meinen Tod nicht zugelassen und mir stattdessen einen Auftrag gegeben.

Du musst dein Leben ständig überprüfen und dafür sorgen, dass deine geistlichen Augen offen und frei von Sünde sind, damit Gottes Wort dein Leben innerlich und äußerlich reinigen, erneuern und umgestaltet kann. Reagierst du auf die Lehre oder das Lesen des Wortes Gottes in einem Geist, der wahre Liebe zu ihm widerspeigelt, mit einem vertiefenden Hunger für sein Wort und dem Verlangen, seinen Zielen zu dienen? Oder ist da, trotz all der göttlichen Botschaften und Bibellehre, die du empfangen hast, eine geistliche Trockenheit und Leblosigkeit in deiner Seele, die dich beunruhigt hält und an die Sünde versklavt? Wenn das der Fall ist, sollst du deine Sünden bekennen, dein Herz für Gott öffnen, dich von deinen eigenen Wegen abwenden und wieder anfangen, Gottes Licht und seinen Zielen zu folgen. Mit geöffneten geistlichen Augen wirst du sehen, dass es keinen Raum für Kompromisse gibt.

Dein Herz kann abstumpfen. Es ist eine Lebenserfahrung, dass der Mensch sich geradezu verhängnisvoll leicht mit vielen abfindet. Anfangs tut unser Herz vielleicht noch weh beim Anblick all des Leids und der Schmerzen in der Welt; doch die meisten gewöhnen sich schließlich so sehr daran, dass sie die Dinge als gegeben hinnehmen und überhaupt nichts mehr dabei empfinden. Wie heißt es in einem Sprichwort „der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, daran ist viel Wahrheit. Viele Menschen regen sich anfangs bei negativen Veränderungen sehr auf, wollen sich unbedingt gegen die Veränderung einbringen, aber nach einer Weile verpufft es und es kommt nicht im Geringsten zum wiederstand. Wir müssen aufstehen und gegen jeden Gegenwind das Evangelium verkündigen in den Häuser und Gassen. Die Menschen haben verlernt für das Evangelium zu kämpfen, im vollkommenen Vertrauen zu Gott. Die Welt muss die Wahrheit erfahren, Gott möchte dass alle Menschen zu Erkenntnis der Wahrheit kommen, er möchte nicht dass auch nur einer verloren geht. Stehe auf und verkündige die Wahrheit, du hast eine Verantwortung die du nicht abgeben kannst, Gott hat dir einen Auftrag gegeben, nehme diesen bitte wahr.

Es ist nur allzu wahr, dass die meisten Menschen in der Jugend zu stärkeren Gefühlen fähig sind als im Alter. Das gilt besonders im Hinblick auf das Leiden Jesus Christi. Das nachstehen Erlebnis handelt von einem kleinen Mädchen, das zum ersten Mal am Karfreitag mit in die Kirche genommen wurde. Die Leidensgeschichte Jesu wurde ausgezeichnet verlesen. Das Kind hörte, wie Petrus Jesus verleugnete und Judas ihn verriet; es hört, wie Pilatus Jesus ins Kreuzverhör nahm; es sah die Dornenkrone auf dem Haupte Jesu und die Kriegsknechte, die ihn schlugen; es hörte, dass Jesus zum Kreuztod verurteil wurde und dann kam schließlich die Stelle mit den fürchterlichen endgültigen Worten: „Und sie kreuzigten ihn“.

Niemand in der Kirche schien sich etwas daraus zu machen. Nur das kleine Mädchen vergrub plötzlich ihr Gesicht im Schoß der Mutter und unter Schluchzen stieß sie hervor, so dass ihre zarte Stimme durch die ganze Kirche drang: „Warum haben sie das getan? Warum haben sie das getan?“ So sollten wir alle an den Kreuzestod Jesus denken. Doch wir haben diesen Bericht so oft gehört, dass wir ihm lauschen, ohne dass er irgendeine Wirkung in uns hervorruft. Gott bewahre uns davor, dass unser Herz die Kraft verliert, den Kreuzestod Jesu, den er um unsertwillen, ja den er für dich erlitt, in uns aufzunehmen.

Dein Herz kann sich bewusst auflehnen gegen Gott. Wir Menschen können sehr wohl den richtigen Weg kennen und doch absichtlich den falschen Weg einschlagen. Du kannst Gottes Hand auf deiner Schulter durchaus fühlen und dennoch die Schulter zucken.

Möchten wir doch mit offenen Augen den Weg nach jenem fernen Land einschlagen, wenn Gott uns heimruft. Gott bewahre uns vor einem finsteren Herz, Maranatha, der Tag des Herrn ist Nahe!

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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