Hallelujah Lord

Andacht vom 03. Juni (Die Liebe steht an erster Stelle!)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und friedlichen Tag. Der Frieden Jesus Christus soll sichtbar in deinem Leben wirken. Egal was auch geschehen mag, bleibe in seinen Frieden und Ruhe. Treffe wohl überlegte Endscheidungen und keine voreiligen Entschlüsse!

Die Liebe steht an erster Stelle!

Lukas 14, 1-6 
Und es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer an einem Sabbat, das Brot zu essen; und sie hatten acht auf ihn.
Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig.
Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist's auch recht, am Sabbat zu heilen?
Sie aber schwiegen still. Und er griff ihn an und heilte ihn und ließ ihn gehen.
Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und der nicht alsbald ihn herauszieht am Sabbattage?
Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben.

In den Evangelien wird insgesamt siebenmal davon berichtet, dass Jesus am Sabbattage Menschen heilte. Im Lukasevangelium finden wir die Heilung der Schwiegermutter des Simon Petrus(Lk4, 38), die des Mannes mit der verdorrten Hand(Lk6, 6) und die Frau, die achtzehn Jahre gekrümmt war(Lk13, 14). Dazu kommen bei Johannes die Heilung eines Gelähmten am Teich Bethesda(Joh5, 9) und eines Blindgeborenen(Joh13, 14). Und dann findet sich bei Markus noch eine Sabbatheilung, die Heilung des von einem bösen Geist besessenen Mannes in der Synagoge zu Kapernaum(Mk1, 21). Eigentlich sollte man meinen, dass derjenige, der dies vollbracht hatte, von allen hätte geliebt werden müssen; doch es ist eine traurige Tatsache, dass jedes Heilungswunder, das Jesus am Sabbattage vollbrachte, die Pharisäer und Schriftgelehrten nur in ihrer Meinung bestärkte, Jesus sei ein gefährlicher und gottloser Mensch, der das Gesetz übertrete und dem um jeden Preis Einhalt geboten werden müsse. Wenn wir begreifen wollen, was Jesus später geschah, müssen wir uns unbedingt daran erinnern, dass seine strenggläubigen jüdischen  Zeitgenossen in ihm einen Menschen erblickten, der fortgesetzt  das Gesetz übertrat. Er heilte am Sabbat; folglich arbeitete er am Sabbat; folglich übertrat er das Gesetz. Auch heutzutage zählen oftmals Statuten mehr als die Menschen, Hauptsache man hält sich an die Norm, am besten noch an die Din Norm. Die Individualität Gottes, wird in eine Zwangsjacke gesteckt und somit wird seine Kraft in menschliche Normen gesteckt. Nicht Gott zählt, sondern die Menschen stehen vorne an, sie bestimmten die Wege Gottes und verkaufen es als seinen Willen.

In diesem Fall hatte ein Pharisäer ihm am Sabbat zu einer Mahlzeit eingeladen. Das Gesetz schrieb peinlich genau die Sabbatmalzeiten vor. Natürlich durfte am Sabbat kein Essen zubereitet werden; das wäre ja eine Arbeit gewesen. Das Essen wurde daher schon am Freitag gekocht; und wenn es sich um ein warmes Gericht handelte, musste es auf ganz bestimmte Weise warm gehalten werden. Auf keinen Fall durfte es weiterkochen! Es war daher vorgeschrieben, dass Essen, das bis zum Sabbat warmgehalten werden sollte, nicht auf brennende Ölreste, auf den Mist, auf Salz, Mergel oder Sand, einerlei ob feucht oder trocken, gestellt werden durfte das Essen „zwischen Kleidern, Früchten, Taubenfedern und Flachsbündel“ aufbewahrt werden. Die Beachtung derartiger Vorschriften betrachteten die Pharisäer und Schriftgelehrten als Religion.

Kein Wunder, dass sie Jesus nicht verstanden! Leider fällt es den Menschen auch heute eher leicht sich an menschliche Vorschriften entlang zu hangeln, als in der Freiheit Jesus Christus zu leben. Frei nach dem pädagogischen Prinzip „Grenzen geben Geborgenheit“. Leider ist dieser Weg oftmals ein schmerzlicher Weg, den Jesus ganz vielen Geschwistern ersparen möchte. Immer wieder sagt er zu dir „komme in die Freiheit, komme zu mir“. Aber Gott ist ein Gott der Gnade, er wird dir immer wieder vergeben und deine Wunden heilen. Komme in die Freiheit und lasse dich in seine Arme fallen und genieße seine Freiheit, für dieser Freiheit hat er sich am Kreuz von Golgatha geopfert.

Er ist keineswegs ausgeschlossen, dass die Pharisäer den Mann mit der Wassersucht bei dieser Gelegenheit absichtlich in aus geholt hatten, um zu sehen, wie Jesus sich ihm gegenüber verhalten werde. Sie beobachteten Jesus unausgesetzt. Das Wort auflauern, das dafür gebraucht wird, besagt dass sie ihn aus dem Hinterhalt ausspionieren wollte. Jesus war ihrem feindlichen Blick ausgesetzt.

Jesus heilte den Mann, ohne zu zögern. Er wusste genau, wie sie darüber dachten und zitierte ihre eigenen Gesetzesvorschriften und ihre Handhabung durch sie. Die Brunnen in Palästina waren im allgemeinen offen, so dass immer wieder einmal ein Unglück passierte(vgl. 2. Mose 21, 33). Ein Tier zu retten, das in einem Brunnen gefallen war, verstieß keineswegs gegen die Sabbatvorschriften. Mit ätzender Verachtung fragte Jesus sie, welches Unrecht darin bestehe, einem Tier am Sabbat zu helfen. In diesem Abschnitt erfahren wir verschiedene Dinge über Jesus und seine Feinde.

Du kannst erkennen, mit welcher Gelassenheit Jesus dem Leben begegnet. Nichts stellt den Menschen so sehr auf die Probe wie der Umstand, sich ständig kritischen Kontrolle ausgesetzt zu wissen. Die meisten Menschen verlieren dabei die Nerven und noch häufiger ihre gute Laune und werden reizbar. Gewiss gibt es schlimmere Sünden als Reizbarkeit, aber kein verursacht mehr Pein und Herzeleid. Jesus blieb auch dann, wenn ein anderer Mensch verstört worden wäre, heiter und gelassen. Wenn du mit Jesus lebst, bewirkt er, dass du ihm immer ähnlicher wirst. Tag für Tag, Stück für Stück gewinnt Jesus Christus in dir Gestalt. Wenn du mal fällst, dann hilft er dir wieder auf ohne dir irgendwelche Vorwürfe zu machen, mache du dir auch keine, sondern lebe in der Freiheit Jesus allezeit.

Du musst auch beachten, dass Jesus niemals die Gastfreundschaft eines Menschen ausschlug. Nie gab er die Hoffnung eines Menschen auf. Die Hoffnung darauf, die Menschen zu ändern oder wenigsten um sie zu werben, ist wohl die vergeblichste aller vergeblichen Hoffnungen; doch Jesus ließ sich keine Gelegenheit entgehen, es dennoch zu versuchen. Er lehnte nicht einmal die Einladung seiner Feinde ab. Es ist sonnenklar, dass du aus deinen Feinden niemals Freunde machen kannst, wenn du dich weigerst, mit ihnen zusammenzukommen und mit ihnen zu sprechen. Werbe um die Menschen die Jesus Christus nicht kennen und gebe die Hoffnung niemals auf, egal wie die Umstände auch aussehen mögen. Ich habe es schon öfters erlebt, dass ich mit meinen Mittel, Geduld und Verstand am Ende war und plötzlich wirkte Gott in mächtiger Art und Weise, er rührte die Menschen an und die Situation veränderte sich von einer Minute zu anderen. Gebe bitte niemals auf, den in einer Sekunde nachdem du aufgegeben hast, könnte das Ziel liegen.

Am meisten muss man sich bei den Pharisäern darüber wundern, wie verblüffend gering ihr Sinn für Proportionen entwickelt war. Sie unterzogen sich endlosen Mühen, um die vielen kleinlichen Vorschriften und Bestimmungen zu formulieren und zu befolgen; und dennoch hielten sie es für eine Sünde, am Sabbattage einen Kranken von seiner Pein zu befreien. Wenn es ein Gebet gibt, das uns Menschen nottut, dann ist es das Gebet darum, dass uns der Sinn für die rechten Proportionen geschenkt werde. Auch im Gemeindeleben wird der Friede nur selten durch wichtige Dinge, dagegen sehr häufig durch Nichtigkeiten getrübt. Was Menschen von Menschen trennt und Freundschaften zerstört, sind oftmals Kleinigkeiten, denen kein vernünftiger Mensch, wenn er in guten Augenblicken darüber nachdenkt, Bedeutung beimessen würde.

Die kleinen Dinge können schließlich solchen Umfang annehmen, dass sie dir den Horizont ganz und gar versperren. Du musst wichtige Dinge an die oberste Stelle setzen, dann werden auch alle übrigen Dingen den ihnen gebührenden Platz einnehmen: Die Liebe steht an erster Stelle.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.