Hallelujah Lord

Andacht vom 10. September (Duldet kein weltliches Verhalten in eurer Mitte!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Rufe den Herrn an in deiner Not, er kommt niemals zu spät und ist immer bei dir. Egal wie es in deinen Leben am heutige Tag aussieht, niemals bist du alleine, er steht dir immer helfend und tröstend zur Seite. Gerade wenn du vielleicht denkst, du bist alleine, ist dir dein Gott ganz, ganz nahe, lasse dich in seine Arme fallen und vertraue.

Duldet kein weltliches Verhalten in eurer Mitte!

1 Korinther 5, 1-2
Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: dass einer seines Vaters Frau hat. 
Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde! 

Heute befassen wir uns mal mit einem Thema, dass auch in der heutigen Zeit, ziemlich lau und oberflächlich behandelt wird. Es wird in diesem Bereich über viele Vergehen hinweggesehen und wir machen uns der Welt gleich.

Paulus schreibt, dass er von extremen sexuellem Fehlverhalten in der korinthischen Gemeinde gehört habe und dass die Gemeindeleiter den Missetäter nicht angemessen zurechtgewiesen hätten (1Kor5,1-8). Er unterstreicht, dass die Gemeinde ein heiliges Volk ist und als solches unmoralisches Verhalten unter ihren Mitgliedern nicht dulden darf. Paulus erwartet und fordert dieses auch in der heutigen Zeit, auch heute soll eine Gemeinde, Glieder mit einen solchen Fehlverhalten züchtigen. Wobei der Begriff „Züchtigen“ vielen Sauer aufstöhnt. Dabei steht im Hebräer Brief „wen der HERR liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat.“ Die Züchtigung ist in der Liebe Gottes, es ist ein zurechtbringen auf den rechten Weg, auf den Weg Gottes.

Paulus nennt drei Gründe, warum die Gemeinde Leute züchtigen muss, die sich auf diese Weise gegen Gott und seine Maßstäbe auflehnen.

Erster Grund: Dem Missetäter selbst zuliebe (1Kor5, 5). Wenn er von der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen wird, wacht er vielleicht auf. Dann sieht er, wie schwerwiegend seine Sünde ist und dass er Vergebung und geistliche Heilung braucht. Wir Menschen kommen oftmals erst in der Einsamkeit zu der Erkenntnis, dass etwas in unseren Leben nicht richtig läuft. In der Einsamkeit kommen wir gut zur Ruhe und Gott kann zu uns sprechen und unser Gewissen anrühren.

Zweiter Grund: Der Reinheit der Gemeinde zuliebe (1Kor5, 6-8). Wird das Böse in der Gemeinde toleriert, unter denen, die Christus nur in Worten nachfolgen; werden langsam auch die moralischen Maßstäbe der anderen Gemeindeglieder gesenkt. Sie gewöhnen sich an die Sünde. Das ist das Prinzip des Gruppenzwangs, die Gruppe in der wir uns aufhalten beeinflusst uns, auch wenn wir dieses eigentlich nicht wollen. Man kann dieses z. B gut unter Jugendlichen beobachten, dort ist der Gruppenzwang fast Pflicht. Wenn du mit den und den abhängen willst, musst du deren Musik hören, deren Klamotten tragen und genau im selben Slang sprechen. So verhält es sich auch mit den Sünden in einer Gemeinde, wenn dort die Sünde zur Tagesordnung gehört, werden viele von diesen Sünden beeinflusst, auch wenn wir dieses nicht wollen.

Dritter Grund: Der Welt zuliebe (vgl. 1Kor5, 1). Die Gemeinde kann andere nicht dazu bringen, Christus nachzufolgen und der Gemeinde beizutreten, wenn man keinen Unterschied zwischen ihr und der Welt sehen kann (vgl. Mt5, 13) und sie den Charakter Christi nicht akkurat widerspiegelt. Wir sollen uns nicht der Welt gleich machen, sondern die Welt für Jesus Christus gewinnen, und das können wir nur, wenn wir uns anders benehmen, wie die Welt. Damit die Welt an uns sehen kann, wer Jesus Christus ist, hierfür müssen wir Jesus Christus immer ähnlicher werden.

„Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: dass einer seines Vaters Frau hat.“ Es ist nicht ganz klar welche Sünde genau gemeint ist.  Mit der „Frau seines Vaters“ meint Paulus wahrscheinlich, dass der Missetäter sexuellen Kontakt zu seiner Stiefmutter hatte. Paulus war entsetzt, dass die Gemeinde derartige Unmoral tolerierte. Er sah die gottlose Akzeptanz dieser Sünde in der Gemeinde als genauso schlimm an wie die Sünde selbst. Wenn du eine Sünde siehst und diese Akzeptierst und den Sünder nicht warnst, wirst du der Sünde teilhaftig. Wir haben als Nachfolger Christi die Pflicht unsere Geschwister zu warnen, wenn sie der Sünde frönen. Die übermäßige Toleranz, d.h. die bereitwillige Akzeptanz von Dingen, die Gott nicht gutheißt der Korinther erinnert an die heutige Situation. Viele Gemeinden tolerieren stillschweigend unmoralisches Verhalten unter ihren Mitgliedern, einschließlich Ehebruch und alle möglichen Formen sexueller Unreinheit. Manchmal wird vorehelicher Sex nicht nur geduldet, sondern sogar als Ausdruck von Liebe und Hingabe gerechtfertigt. Viele Leiter sprechen die ungesunden und oft unmoralischen Gepflogenheiten der Partnersuche unter den jungen Leuten nicht scharf genug an. Genau wie die Leiter in Korinth macht sie die geistliche Verdorbenheit in der Gemeinde nicht traurig. Als Folge davon passen sich die Gläubigen immer mehr der Gesellschaft an, in der sie leben. Viele benutzen die Gemeinde sogar als Partnerbörse an, sie schlafen sich durch die Gemeindeglieder, bis sie vielleicht den oder die richtige gefunden haben, und die Leitung schaut stillschweigend zu. Manche die, die ernst Nachfolge Christus befolgen, bleiben den Versammlungen fern, wegen den Obszönitäten in der Gemeinde.

„Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!“ Paulus bringt hier die normale Reaktion zum Ausdruck, die alle von Geist erfüllten und geleiteten Gemeinden haben sollten, wenn sich unmoralisches Verhalten bei Mitgliedern zeigt, die sich zu Christus bekennen. Wer die biblische Sicht der Heiligkeit Gottes, d.h. seine Reinheit, Perfektion, charakterliche Vollkommenheit und Trennung vom Bösen und seiner Trauer über die Sünde bejaht, wird eine tiefe Traurigkeit empfinden (vgl. Jes6). Das bringt sie dazu, die Gottlosigkeit unter ihnen zu beseitigen.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

Euer Thorsten Thiem

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