Hallelujah Lord

Andacht vom 27. Februar (Alles aus Gnade, vergesse da niemals!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und liebevollen Tag. Genieße die Liebe Gottes in deinen Leben, sie ist durch den Heiligen Geist ausgegossen in deinem Herzen(Röm5, 5). Liebe deinen nächsten wie dich selbst, das ist ein Gebot mit Verheißung, eine Verheißung für ein friedliches und erfreuliches Leben mit dem Herrn, deinen Gott!

Alles aus Gnade, vergesse da niemals!

Lukas 11, 37-44

Und während er redete, bat ihn ein Pharisäer, bei ihm zu Mittag zu essen. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische.

Der Pharisäer aber verwunderte sich, als er sah, dass er sich vor dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte.

Da sprach der Herr zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt die Außenseite des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voll Raub und Bosheit.

Ihr Toren! Hat nicht, der das Äußere schuf, auch das Innere gemacht?

Gebt nur von dem Inhalt Almosen, siehe, so ist euch alles rein!

Aber wehe euch Pharisäern, dass ihr die Münze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgehet! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.

Wehe euch Pharisäern, dass ihr den Vorsitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten liebet!

Wehe euch, dass ihr wie die verborgenen Gräber seid, über welche die Leute dahingehen, ohne es zu wissen!

Der Pharisäer wunderte sich, dass Jesus sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, wobei es sich nicht um eine hygienische Maßnahme handelte, sondern um eine vorgeschriebene Zeremonie. Nach dem Gesetz mussten die Hände in einer ganz bestimmten Weise gewaschen werden, bevor man sich zum Essen niedersetzte und ebenso musste man zwischen den einzelnen Gängen verfahren. Diese Vorschrift war wie gewöhnlich bis in die kleinste Einzelheit ausgearbeitet worden. Zu diesem Zweck besaß man besondere große steinerne Gefäße, weil das gewöhnliche Wasser vielleicht  unsauber war; das Wasser, das dabei gebraucht werden durfte, reichte gerade aus, um eineinhalb Eierschalen damit zu füllen. Zuerst musste das Wasser von den Fingerspitzen bis zum Handgelenk über die Hände gegossen werden, indem man sie jeweils mit der Faust der anderen Hand rieb. Und schließlich musste wieder das Wasser über die Hände gegossen werden, diesmal vom Handgelenk bis zu den Fingerspitzen. Bei den Pharisäern galt es als Sünde, auch nur die kleinste Einzelheit dieser Vorschrift nicht zu beachten. Jesus bemerkte dazu, wenn sie ebenso sorgfältig auf die innere Reinheit bedacht seien wie auf die Reinheit ihrer Hände, dann würden sie bessere Menschen sein. Du musst dir dass mal wahrhaftig vorstellen, was in diesem Moment in der Pharisäer vorgehen, der Jeus zu Tische gebeten hatte. Jesus betrat sein Haus und hält sich nicht an die Reinheitsgebote zu Tische und dann wird er auch noch gemaßregelt. Diese Worte spricht Jesus Christus auch zu dir. Sei nicht auf die Äußerlichkeiten bedacht, sondern reinige dich von innen her, damit Jesus Christus in dir größer werden kann. Du kommst nicht in den Himmel nur weil du ein paar Reinheitsgebote beachtest. Der Weg führt nur über Jesus Christus und durch die Heiligung.

Strenggläubige Juden, die das Gesetz peinlich genau beachteten, ließen bestimmte Pflichten niemals außer Acht. a.) Die ersten Früchte, die der Boden hervorbrachte. Der erste Ertrag, sieben verschiedene Sorten: Weizen, Gerste, Weinrauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Honig, wurden im Tempel als Opfer dargebracht. b.) Es gab das Terumah. Die ersten Früchte, die geerntet wurden, gehörten Gott, das Teumah dagegen war ein Beitrag zu den Unterhaltskosten der Priester. Diese Gabe betraf die ersten Erträge von allem was angebaut wurde. Die Höhe dieser Gabe betrug ein Fünfzigstel des Gesamtertrages. c.) Es gab den Zehnten. Der Zehnte wurde unmittelbar an die Leviten entrichtet, die ihrerseits ein Zehntel ihrer  Einnahmen an die Priester abführten mussten. Der Zehnte wurde von „allem, das als Nahrung dienen kann und auf der Erde angebaut wird und wächst“, erhoben. Wie peinlich genau die Pharisäer es mit dem Zehnten nahmen, geht aus dem Umstand hervor, dass selbst das Gesetz davon spricht, es sei nicht nötig, die Raute ebenfalls mit dem Zehnten zu besteuern. Einerlei, wie es um ihren Herzen und Gefühle bestellt war und wie sie die Gerechtigkeit missachteten und die Liebe vergaßen, an den Zehnte dachten sie stets. Heute sind dieses alles Gaben des Herzen, gebe vom Herzen und mit Freude, aus der Liebe zu Jesus heraus. Stelle dich nicht unter ein Gesetz, indem du geben musst, sondern lebe in der Freiheit zu der Jesus dich berufen hat und gebe mit Freuden. Ein Opfer dass du mit Freuden gibst, aus Liebe zu deinem Herrn. Aus der Liebe kommt auch die Treue über alle Umstände hinweg.

In der Synagoge galten die Plätze vor den Zuhörenden, denen man das Gesicht zuwandte, als die vornehmsten. Bei den Sitzplätzen selbst galten die vordersten als die besten Plätze. Je weiter nach hinten, umso geringer das Ansehen. Die Plätze hatten den Vorzug, dass alle sie sehen konnten! Je übertriebener die Hochachtung war, mit der Pharisäer auf der Straße gegrüßt wurden, umso befriedigender waren sie.

Vers 44 besagt folgendes. 4. Mose 19, 16 heißt es, dass jeder, der auf freiem Felde ein Grab anrührt, sieben Tage unrein sein wird. Wer unrein war, blieb vom Gottesdienst ausgeschlossen. Nun war es durchaus denkbar, dass jemand ein grab anrührte, ohne es zu merken. Trotzdem machte die Berührung ihn unrein. Jesus sagte, eben die Menschen dessen nicht bewusst seien, bewirken sie nicht als Schaden. Jeder, der mit ihnen in Berührung komme, werde vom Übel erfasst. Auch wenn die Menschen dabei nicht an Verderbtheit dächten, sei sie vorhanden. Die ganze Zeit über würden sie von den falschen Vorstellungen von Gott angesteckt und von den Forderungen, der er angeblich stelle. Auch in der heutigen Zeit versuchen viele Menschen ihre Gottesvorstellungen anderen aufzudrängen, sie sprechen Urteile im Namen Gottes über andere Menschen aus. Sie nehmen sich immer wieder das Recht heraus, ihre eigenen Vorurteile im Namen Gottes auszusprechen, ihr Lieblingssatz ist: „Gott hat mir gezeigt, dass du…..“. Viele Menschen beschränken Gott auf ihr eigenes Denken und sprechen anderen damit die Gottesbeziehung ab.

Zweierlei fällt bei den Pharisäer auf, und das war der Grund, weswegen Jesus sie verurteilte.

Sie konzentrieren sich ganz auf die Äußerlichkeiten der Religion, deren Ausübung entscheidende Bedeutung beigemessen wurde. Ihre Herzen mochten schwarz sein wie die Hölle; an Nächstenliebe mochte es ihnen gänzlich fehlen und ebenso an Gerechtigkeit; wenn sie nur zur vorgeschriebenen Zeit die vorgeschriebenen Bewegungen machten, glaubten sie in den Augen Gottes gute Menschen zu sein. Du kannst regelmäßig die Gemeinde/Kirche besuchen, du kannst fleißig die Bibel lesen; du kannst der Gemeinde/Kirche großherzige Spenden zukommen lassen; doch wenn du im Herzen Stolz und Verachtung empfindest, wenn es dir im Alltag an Nächstenliebe zu deinen Mitmenschen fehlt, wenn du Untergebenen gegenüber ungerecht oder gegen Vorgesetzte unehrlich bist, dann bist du kein Nachfolger Jesus. Niemand der peinlich genau die herkömmlichen kirchlichen Bräuche beachtet und die Gegebenheiten der Wirklichkeit unberücksichtigt lässt, ist ein Christ. Als wahrer Nachfolger Jesus Christi wirst du in deinem Herzen verändert, Jesus Christus gewinnt jeden Tag mehr in dir Gestalt und dein eigenes egoistisches „Ich“ nimmt ab.

Sie konzentrieren sich auf die Einzelheiten. Im Vergleich zu Liebe und Güte, Gerechtigkeit und Freigiebigkeit sind das Händewaschen und der mit mathematischer Genauigkeit entrichtete Zehnte höchst unwichtige Einzelheiten. Einst kam ein Mann, der Kummer hatte, zu seinem Geistlichen. Er arbeitete in einer Papierfabrik und hatte zum eigenen Gebrauch ein Stück Papier und ein winziges Stück Bindfaden an sich genommen; doch dann war er zu der Überzeugung gelangt, dass er eine Todsünde begangen habe und musste unausgesetzt darüber sprechen. Schließlich unterbrach der Geistliche ihn: „Mein Herr, hören sie auf, über ein Stück Papier und Bindfaden zu jammern; wir leben in einer Welt, die vor Sünde und Leid birst“. Wie oft verlieren sich die kirchlichen Behörden und auch Männer in der Kirche in den unwichtigsten Einzelheiten der Kirchenführung und Verwaltung, streiten sich deswegen und kämpfen sogar dafür und vergessen darüber die großen Fragen des christlichen Lebens!

Lasse dich von Jesus Christus allezeit verändern, stelle jeden Tag unter Schutze seines Blutes und bitte den Heiligen Geist um Leitung und Führung, allezeit bitte um Vergebung und tue Busse von deinen falschen Wegen und deiner Sünden. Lasse dir Frucht des Heiligen Geistes in dir wachsen, die da sind, Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Darum sei bemüht allezeit und nicht an der Einhaltung von Ritualen und Gesetzen.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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