Hallelujah Lord

Andacht vom 14. Mai (Gebe aus Liebe!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erlebnisreichen Tag. Viele Erlebnisse mit Jesus sollen dich durch den Tag begleiten, freue dich darauf was der Herr dir bereitet hat. Nehme alles was geschieht aus den Händen Gottes, vertraue ihm vom ganzen Herzen!

Gebe aus Liebe!

Lukas 21, 1-4

Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Gotteskasten legten.

Er sah aber auch eine auf ihren Verdienst angewiesene Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein;

und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr als alle eingelegt!

Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Gaben beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß.

In dem zum Tempel gehörenden Hof der Frauen gab es dreizehn Sammelbüchsen, die als Trompeten bezeichnet wurden. . sie sahen aus wie Trompeten: oben eng und nach unten zu erweitert. Die Opfergaben jeder dieser dreizehn Trompeten dienten unterschiedlichen Zwecken; zum Beispiel zum Kaufen des Holzes, das beim Verbrennen der Opfertiere verwendet  wurde, oder für den Weihrauch, der auf dem Altar verbrannt wurde, für die Instandhaltung der Goldgefäße usw.

Jesus saß in der Nähe dieser Trompeten. Von den anstrengenden Streitgesprächen mit den Abgesandten des Synedriums und den Sadduzäern war er müde geworden und hielt den Kopf ein wenig gesenkt. Als er wieder aufblickte, sah er die viele Menschen, die ihre Opfergaben in die Trompeten warfen. Schließlich kam auch eine arme Witwe, die nur zwei Lepta oder Scheferlein besaß. Das Lepton war die kleinste Kupfermünze, die es gab, etwa einen halben Cent wert. Doch Jesus sagte zu den Menschen, die Gabe der Witwe übertreffe alle andern Gaben, weil sie sonst nichts besaß.

Jesus erteilt eine Lektion, wie Gott das Geben bewertet.

Deine Gabe wird nicht an der Höhe des Betrages, den du gibst, bemessen, sondern an der Höhe des Opfers, das in der Gabe steckt. Die Gabe der Witwe kostete sie alles. Sie gab so viel, wie sie konnte. Was für den einen eine Kleinigkeit bedeutet, ist für den anderen womöglich eine ungeheuer große Summe. Die Gaben der Reichen, die ihr Opfer in die Trompete warfen, bedeutete in Wirklichkeit gar kein Opfer für sie, die Reichen geben zuweilen nur aus ihrem Reichtum, und bringen kein wirkliches Opfer. Die Scherflein der Witwe dagegen machten ihren ganzen Besitz aus. Die Reichen hatten zweifellos genau überlegt, wieviel sie geben konnten, ohne sich einschränken zu müssen; die Witwe dagegen gab mit unbekümmerter Freigebigkeit alles hin. Eine Gabe wird jedoch erst dann zu einer wirklichen Gabe, wenn sie dich schmerzt. Eine Gabe ist erst dann eine Liebesgabe, wenn du selbst um ihretwillen auf etwas verzichten oder doppelt angestrengt arbeiten musst, um sie zu ermöglichen.

Wie wenige Menschen gibt es, die Gott in dieser Weise etwas darbringen! Irgendjemand beschreibt, wie ein Mann in der Kirche kräftig mitsingt:

Wär auch das ganze Erdreich mein,

Es wäre noch zu wenig,

Brächt ich’s dir dar.

So überwältigend, so groß ist deine Liebe,

Dass ganz sie fordert mich

Mit Leib und Seele.

und dabei die ganze Zeit über sorgfältig nach den Münzen in seiner Tasche tastet, um sicher zu sein, dass er statt eines Groschens nicht aus Versehen eine Mark in den Klingelbeutle wirft, der gerade herumgeht.

Wer die Geschichte von der Witwe mit den zwei Scherflein lesen kann, ohne sich selbst demütig zu prüfen, der ist ein gefühlsloser Mensch.

Dieses Prinzip kann auf alle deine Dienste nicht aufgrund der Größe deines Einflusses oder Erfolgs, sondern nach dem Maß der eingebrachten echten Hingabe, der Opfer, des Glaubens und der Liebe für Jesus. Eine Gabe, die ungern und unwillig und nur dem eigenen Ansehen zuliebe gegeben wird oder weil du dich selbst zur Schau stellen möchtest, besitzt nur den halben Wert. Ein Gabe ist nur dann ein wirkliches Geschenk, wenn sie aus einem liebenden Herzen kommt, wenn es sich um eine Gabe handelt, die der Gebende einfach machen muss.

Das aber bedenket: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat; nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (2Kor 9, 6-7).

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem  

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.