Hallelujah Lord

Andacht vom 29. August (Alles was dich hindert, lege ab!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfreulichen Tag. Freue dich auch an den kleinen Dingen in deinem Leben, denn auch sie sind für dich von Gott geschaffen. Sehe alle Menschen mit den Augen Jesus, mit den Augen der Gnade und Liebe. Alle Menschen sind von Gott geschaffen und Gott möchte dass sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen!

Alles was dich hindert, lege ab!

Apostelgeschichte 7, 54-8, 1

Da sie solches hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie bissen die Zähne zusammen über ihn.

Wie er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.

Sie schrien aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.

Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus,

und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: HERR Jesu, nimm meinen Geist auf!

Er kniete aber nieder und schrie laut: HERR, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.

Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhob sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung über die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien, außer den Aposteln.

Die Rede des Stephanus konnte gar nicht anders enden; Stephanus hatte ja geradezu den Tod herausgefordert und so geschah es denn auch. Doch Stephanus sah die wutverzerrten Gesichter der Menschen nicht mehr. Er war bereits jenseits von Zeit und Raum und sah Jesus zur Rechten Gottes stehen. Doch als er davon zu sprechen begann, erschien dies den Menschen als die größte Gotteslästerung. Und Gotteslästerung wurde mit dem Tode durch Steinigung bestraft(5Mos13, 6 ff). Es handelte sich jedoch in diesem Fall nicht um ein ordnungsgemäßes Gerichtsurteil, sondern um Lynchjustiz; denn der Hohe Rat war nicht befugt, die Todesstrafe zu verhängen. Stephanus wurde das Opfer einer blind aufwallenden, unbeherrschten Wut. Es werden Tage kommen, da wirst auch du für deinen Glauben verurteilt und gerichtet werden vor den Menschen. Sei bereit dazu und stehe für deinen Glauben ein, es wartet eine große Belohnung auf dich, darauf schaue in voller Freude.

Die Steinigung erfolgte auf folgende Weise: Der Delinquent wurde auf eine Anhöhe geführt und von dort hinabgestürzt. Das Hinabstürzen mussten Zeugen besorgen. Wenn der Betreffende dabei den Tod fand, war die Angelegenheit erledigt; war dies jedoch nicht der Fall, wurden so lange große Felsbrocken auf ihn hinabgeschleudert, bis er tot war.

Die Szene ist im Hinblick auf Stephanus in zweifacher Hinsicht bemerkenswert:

  • Sie enthüllt uns das Geheimnis über Stephanus Mut. Dieses Geheimnis bestand darin, dass er hinter allem, was ihm die Menschen zufügen konnten, seinen Herrn, der ihn willkommen hieß. Für ihn bedeutete der Märtyrertod das Tor zum Throne Jesu Christi.
  • Stephanus folgt dem Beispiel seines Herrn, So wie Jesus um Vergebung für seine Henker gebetet hatte(Lk23, 34), tat es jetzt auch Stephanus.

Als Georg Wishart hingerichtet werden sollte, zögerte der Henker einen Augenblick. Da ging Wishart auf ihn zu und küsste ihn. „Siehe“, sagte er, „dies ist das Zeichen dafür, dass ich dir vergebe“. Diese Geschichte lehrt uns, dass Menschen, die Jesus Christus nachfolgen, die Kraft aufbringen, Dinge zu vollbringen, die nach menschlichen Ermessen unmöglich sind.

Für Stephanus endet der schreckliche Tumult ungewöhnlich friedlich. Er entschlief. Stephanus empfing den Frieden des Menschen, der auch dann das Rechte tut, wenn er es mit dem Tode bezahlen muss.

Die erste Hälfte des ersten Verses aus Kapitel 8 gehört noch zu diesem Abschnitt. Zum ersten Mal tritt Saulus in Erscheinung. Der Mann, der später zum Apostel der Heiden wurde, ist der gleiche Mann, der voller Befriedigung dieser Hinrichtung beiwohnte. Doch schon Augustinus hat gesagt: „Dem Gebet des sterbenden Stephanus verdankt die Kirche/ Gemeinde den Apostel Paulus“. So sehr Saulus sich auch darum bemühte, er vermochte nicht zu vergessen, auf welche Art und Weise Stephanus gestorben war. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt hatte das Blut der Märtyrer begonnen, zur Saat der Gemeinde zu werden.

Normalerweise spricht die Bibel davon, dass Jesus zur Rechten Gottes sitzt(d.h. am Ort höchster Ehre und Autorität im Himmel; Apg2, 34; Mk14, 62; Lk22, 69; Kol3, 1). Hier hingegen steht Jesus auf, um seinen ersten Märtyrer(d.h. jemanden, der für ein bestimmtes Anliegen oder seinen Glauben stirbt), im Himmel willkommen zu heißen. Stephanus hatte mutig zu Christus gestanden und den Glauben vor anderen verteidigt. Nun schenkte Jesus seinem Diener die gebührende Anerkennung, als er ihn seinem Vater darreichte. Für alle treuen Christen, die kurz vor dem Sterben sind, steht der Erlöser bereit, um sie in seine Herrlichkeit aufzunehmen(vgl. Mk8, 8; Lk12, 8; Röm8, 34; 1Joh2, 1). Ich aber sage euch: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes. Ich aber sage euch: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes(Lk12, 8). Stehe allezeit für deinen Glauben ein, bis in den Tod hinein.

Alles was dich daran hindert Jesus Christus zu bekennen, lege ab vor den Thron Gottes, er wird es für dich vernichten, so dass es nie wieder zurückkehrt.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ Aaronitischen Segen (4. Mos 6, 24-26)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.