Hallelujah Lord

Andacht vom 24. September (Tue was Jesus Christus von dir möchte!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und harmonischen Tag. Verbringe viel Zeit im Gebet und höre was dir dein Gott sagen möchte, er möchte dich recht führen. Er weist dir immer den rechten Weg, niemals führt er dich falsch, darauf kannst du dich allezeit verlassen!

Tue was Jesus Christus von dir möchte!

Apostelgeschichte 9, 1-9

Saulus aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester

und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit, wenn er etliche Anhänger des Weges fände, Männer und Frauen, er sie gebunden nach Jerusalem führte.

Auf der Reise aber begab es sich, als er sich der Stadt Damaskus näherte, daß ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.

Und als er zur Erde fiel, hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?

Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel auszuschlagen!

Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, daß ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und gehe in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!

Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, indem sie zwar die Stimme hörten, aber niemand sahen.

Da stand Saulus von der Erde auf; aber obgleich seine Augen geöffnet waren, sah er nichts. Sie leiteten ihn aber an der Hand und führten ihn nach Damaskus.

Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht.

Dieser Abschnitt enthält die berühmteste Bekehrungsgeschichte aller Zeiten. Lasst uns einmal versuchen, uns soweit wie möglich in die Geistesfassung des Paulus hineinzuversetzen, dann werden wir nämlich erkennen, dass es sich hier nicht um eine plötzliche Bekehrung aus heiteren Himmel, sondern um eine endgültige, lange vorbereitete Kapitulation handelt.

Die Geschehnisse um Stephanus klangen noch nach in Paulus und ließen sich nicht zum Schweigen bringen. Wie war es möglich, dass ein schlechter Mensch auf solche Weise hatte sterben können? Um die nagenden Zweifel in sich zum Schweigen zu bringen, verfiel Paulus auf ein äußerst gewaltsames Mittel. Menschen, die etwas beginnen, an dessen Richtigkeit sie Zweifel hegen, verdoppeln häufig ihre Anstrengungen und steigern sich immer mehr in diese Sache hinein, um sich selbst von der Richtigkeit ihres Handelns zu überzeugen und die eigenen Zweifel zu unterdrücken. Menschen wollen sich und den anderen unbedingt etwas beweisen, beweisen dass sie Recht und die anderen Unrecht haben, dafür setzten sie dann ihre ganzen Kräfte ein.

Zunächst verfolgte Paulus die Christen in Jerusalem. Doch verschlimmerte dies die Angelegenheit nur noch, weil er nicht umhin konnte, sich zu fragen, worin das Geheimnis bestehe, das diese schlichten Menschen befähigte, allen Gefahren, Leiden und Nachteilen so völlig gelassen und unerschrocken ins Auge zu sehen. Die Folge davon war, dass er sich umso mehr in immer größere Aktivität stürzte und schließlich zum Hohepriestern ging, dessen Erlasse überall Gültigkeit besaßen, wo sich die Juden befanden. Je mehr Paulus erlebte umso unsicherer wurde er in seinem Denken gegen die Christen. Seine Ideale begannen zu bröseln, wie ein Kartenhaus fiel sein bisheriges Leben zusammen.

Paulus hatte gehört, dass eine Reihe von Christen nach Damaskus entkommen waren und bat daher den Hohepriester um ein Beglaubigungsschreiben, das ihn ermächtigte, nach Damaskus zu gehen und ihre Auslieferung zu verlangen. Die lange Reise nach Damaskus, die Entfernung von Jerusalem betrug etwa 260 Kilometer, trug erheblich zur Verschlimmerung seines Zustandes bei, da sie zu Fuß zurückgelegt  werden musste und etwa eine Woche dauerte. Paulus wurde lediglich von Beamten des Hohen Rats begleitet, die eine Art Polizei darstellten. Ein langer Weg um erlebte Dinge zu verarbeiten und über sie nachzudenken. Ich stelle mir vor, dass Paulus inzwischen unentwegt über die „Christen“ nachdachte. Immer tiefen saß sein Hass in ihm fest, es bestimmte sein ganzes Denken und sein Gefühlschaos.

Als Pharisäer durfte er nichts mit ihnen zu tun haben; er wanderte daher für sich allein und ließ seinen Gedanken freien Lauf, da er auf der Wanderung sonst nichts tun konnte. Der Weg führte Paulus durch Galiläa, wo er nur noch lebhafter an Jesus erinnert wurde. Seine innere Spannung wurde immer größer, bis er schließlich in die Nähe von Damaskus gelangte. Damaskus gehörte zu den ältesten Städten der damaligen Welt. Hatte der Reisende kurz vor Damaskus die Straße, die auf den Berg Hermon führte, erklommen, dann lag Damaskus unmittelbar zu seinen Füßen, eine herrliche weiße Stadt inmitten einer grünen Ebene. „Eine Handvoll Perlen in einem Pokal voller Smaragde“, hat jemand es einmal formuliert. In diesem Gebiet gab es ein charakteristisches Phänomen. Wo die heiße Luft aus der Ebene mit der kalten Gebirgsluft zusammenstieß, ergaben sich gewaltige elektrische Spannungen. In dem Augenblick nun, in dem Paulus das Gebirge erklommen hatte, kam es zur Entladung und es brach ein gewaltiger Blitzsturm los, aus dem Christus zu Paulus sprach. Und im gleichen Augenblick war der lange Kampf beendet: Paulus ergab sich Christus. Als ein verwandelter Mensch hielt er Einzug in Damaskus. Und welch ein Wandel hatte sich vollzogen! Er, der als wütender Rächer in Damaskus hatte einziehen wollen, wurde an der Hand in die Stadt geführt, blind und hilflos wie ein Kind.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Saulus(später Paulus: Apg13, 9)für seinen erbitterten Hass auf die Christen und seine Verfolgungstaten bekannt. Hier wird nun die Geistliche Bekehrung des Paulus, zum wahren Glauben an Christus erzählt. Es ist offensichtlich, dass seine Bekehrung(d.h. sein wahrer Herzenswandel, seine Annahme Christi und geistlich Errettung) hier stattfand und nicht später im Haus des Judas(Apg9, 11). Er gehorcht Christi Anweisungen(Apg9, 6; 22, 10; 26, 15-16)n macht sich selbst „zum Diener und zum Zeugen“ Christi(Apg26, 16). Er wird zum Missionar für nicht-jüdische Menschen(Apg26, 17-19) und richtet sein Herz aufs Beten aus(Apg9, 11).

Ananias nennt ihn „Saul, mein Bruder“(Apg9, 17). Ananias setzt voraus dass Saulus bereits ein Gläubiger ist, der die Wiedergeburt erlebt hat(d.h. der geistlich gerettet isst und eine erneuerte Beziehung mit Gott hat; siehe Joh3, 3-7) und sich Christus und Gottes Auftrag hingegeben hat. Nun muss er nur noch getauft werden(als Zeugnis seiner Bekehrung), sein Sehvermögen wiedererlangen und mit dem Heiligen Geist gefüllt werden(Apg9, 17-18).

Der ganze christliche Glaube liegt in den Worten begründet, die der auferstandene Christus zu Paulus sprach. Christus sprach zu ihm: „Gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst“. Bis jetzt hatte Paulus gehandelt, wie es ihm gefiel; er hatte getan, was ihm als das beste erschien, was sein Wille ihm vorschrieb. Von jetzt an folgte er nicht mehr seinen eigenen Grundsätzen, sondern der Lehre Jesu Christi.

Wenn du aufgehört hast, das zu tun, was dir selbst beliebt und anfängst das zu tun, was Jesus von dir erwartet, dann bist du ein Christ. Dann bist du ein Jünger Jesus.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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