Hallelujah Lord

Es lebe der Egoismus

Es lebe der Egoismus

Es lebe der Egoismus, viele reden von Einheit und leben den Egoismus. Die Ellbogengesellschaft ist wohl die größte Gemeinde auf dieser Welt und täglich werden neue Egoisten hinzugetan. Jeder will möglichst schnell, mit wenig Arbeit nach oben kommen, jeder Mensch möchte etwas darstellen, jeder möchte etwas sein. Doch meistens ist es mehr schein als sein, außen Hui und innen Pfui ist die Devise, das Selbstbild ist getrübt wie ein Spiegelbild im Wasser. Nazismus ist keine Krankheit, sondern ein Mainstream, das was nach außenhinwirkt ist angesagt. Reicher, Schöner, Sportlicher, Breiter, mein Haus, meine Frau, mein Mann, mein Auto und mein Pferd, alles was irgendwie mein „Besser“ sein darstellt ist erlaubt. Nächstenliebe ist nur in sexueller Hinsicht erlaubt, ansonsten macht einen die Liebe schwach, sie macht angreifbar.

Was bleibt ist meistens die Einsamkeit, man bleibt alleine zurück und fühlt sich noch gut dabei, ich der Steppenwolf, der Alone sum Cowboy. Auch das allein sein entwickelt sich zu einem Mainstream, man wird nicht bemitleidet, sondern bewundert. Auch eine Art des Egoismus, sich den anderen Menschen zu entziehen, einfach zu denken und zu sagen, ich scheiß auf euch, egal ob ihr mich braucht, ihr seid mir völlig unwichtig. Eltern entziehen sich den Kindern, Kinder entziehen sich den Eltern und Geschwistern, niemand braucht niemanden, dabei sind wir doch als Rudeltier geschaffen. Viele suchen die Einsamkeit und kommen dann in ihr um, denn in der Einsamkeit findet man die Ruhe und in der Ruhe findet man seine Gedanken, die Gedanken treiben dich dann in den Wahnsinn und der Wahnsinn treibt dich in den Tod.

Selbst vor der christlichen Gemeinde macht der Egoismus keinen Stopp, er ist herzlich eingeladen, hier wird er dann nur noch heilig verpackt und gelebt. Im Namen Gottes werden Menschen beiseitegedrängt und hinter sich gelassen, jeder will in der Gemeinde etwas zählen und darstellen. Der Pastor und Prediger werden verehrt wie ein König und angebetet wie ein Gott. Denn meisten gefällt es dann auch noch gut, nichts von Demut und auf gleiche Stufe stellen, sondern das höher sein wird einfach genossen und gelebt. Gepredigt wird das „nicht Ansehen der Person“ und gelebt wird, den Schein anzusehen. Alles muss irgendwie besser sein, wie bei meinem Nächsten, spektakuläreren Bekehrung, mehr Erlebnisse mit Gott, mehr Gebetserhörungen, einfach Gott näher zu sein, wie der Nächste. Wer rhetorisch die Nase vorne hat, der hat auch die Nase vorne in der Gemeinde. Gemeinderäumlichkeiten müssen immer Größer, Breiter und Höher sein, hieran wird eine gute Gemeinde erkannt. Ganze Gebetsversammlungen werden für die neuen Räumlichkeiten abgehalten, egal ob der Obdachlose vor der Tür erfriert. Das Leid der Menschen rauscht an zweite oder dritte Stelle, die Räumlichkeiten sind die Nummer eins.  Mehr Schein als Sein auch hier, es zählt nicht, lebe das Evangelium, sondern verkündige das Evangelium, ob du es lebst, ist dabei nicht so wichtig. Menschen laufen ins Verderben, weil sie anderen blind vertrauen, nur weil er oder sie ein Prediger / Predigerin oder Pastor / Pastorin ist. Dabei steht er dort nur, weil er bessere Ellbogen hatte und nicht, weil er oder sie demütiger war, nicht weil er oder sie es gelebt hat. Menschen werden klein gehalten, damit sie einen nicht den Rang ablaufen, Gott Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ist die Devise.

     Was habe ich aus meinen heutigen Gedanken gelernt?

Egoismus ist der Weg der Welt, Demut ist der Weg Gottes

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