Hallelujah Lord

Andacht vom 19. Januar (Der Himmel öffnete sich!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und erfolgreichen Tag. Sehe bei allem was du tust auf zum Himmel zu deinem Vater, nicht auf die Umstände und seien sie auch noch so schlecht. Lebe in der Gewissheit dass Gott dir immer und allezeit helfen wird!

Der Himmel öffnete sich!

Lukas 3, 21-22

Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete, dass sich der Himmel auftat

und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!

Immer wieder hat die Kirche nach eine Antwort auf die Frage gesucht: Warum ließ Jesus sich von Johannes taufen?

Die Taufe des Johannes war eine Taufe der Busse, Jesus aber war ohne Sünde. Warum ging er also freiwillig, um sich dieser Taufe zu unterziehen?

In der Frühkirche ist zeitweilige vermutet worden, er habe es seiner Mutter Maria zuliebe getan, die ihn flehentlich darum gebeten habe, es muss jedoch einen einleuchteten Grund dafür geben. Im Leben eines jeden Menschen gibt es bestimmte Abschnitte und bestimmte Wendepunkte, die sein künftiges Leben bestimmen. Auch im Leben Jesu war es nicht anders, und wir müssen daher versuchen das Leben Jesu als Ganzes zu betrachten. Der Besuch des zwölfjährigen Jesus im Tempel war, der erste Markstein in seinem Leben. Dort kam ihm die Erkenntnis seiner einzigartigen Beziehung zu Gott. Als Johannes der Täufer zu predigen begann, war Jesus etwa dreißig Jahre alt(Lk2, 23). Es waren also mindestens achtzehn Jahre seit seiner Darstellung im Tempel verstrichen. In all diesen Jahren muss Jesus die Einmaligkeit seines Lebens mehr und mehr zum Bewusstsein gekommen sein. Trotzdem blieb er weiter Zimmerman in Nazareth.

Wie gehen wir heute zum größten Teil mit der empfangenden Berufung von Gott um? Stelle dir das einmal vor, du bekommst jetzt diese einzigartige Berufung wie Jesus Christus sie empfangen hat. Wobei es für jede Berufung zählt. Würdest du solange warten, wie Jesus es tat, kannst du einfach normal weiterleben in deinem Job und allem Drumherum? Ich glaube zum größten Teil würde die Ungeduld uns treiben. Wir fangen einfach zu unseren Zeitpunkt mit unserer Berufung an und fallen immer und immer wieder auf die Nase und wundern uns, warum das so ist. Im schlimmsten Fall, klagen wir Gott an und teilweise fallen die Geschwister sogar von Gott ab und kehren zurück in die Welt. Denn wir haben verlernt auf Dinge zu warten, wir haben verlernt auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, auf den Zeitpunkt den Gott gesetzt hat. Geduld gehört im Reich Gottes immer und immer wieder dazu. Die Geduld, das ausharren zieht sich wie ein Roter Faden durch die ganze Bibel, im Alten sowie auch im Neuen Testament.

Jesus musste gewusst haben, dass er eines Tages Nazareth verlassen und sich seiner größten Aufgabe zuwenden werde. Er muss auf ein Zeichen dafür gewartet haben, dass dieser Tag angebrochen sei. Als Johannes der Täufer auftrat, strömten die Menschen zusammen, um ihn zu hören und sich taufen zu lassen. Das heißt, durch das ganze Land ging eine Welle der Hinwendung zu Gott, wie es sie zuvor noch niemals gegeben hatte. Als Jesu das sah, wusste er, dass seine Stunde geschlagen hatte. Nicht, dass er sich einer Sünde bewusst und der Busse bedürftig gewesen wäre. Aber er wusste, dass er sich jetzt mit dieser religiösen Bewegung, in die die Menschen geraten waren, solidarisch erklären und sich selbst ausweisen musste. Für Jesus bedeutete das Auftreten des Johannes des Täufers nichts anderes als Gottes Anruf an ihn, jetzt selbst in Erscheinung zu treten. Und seine erste Tat bestand darin, dass er seine Übereinstimmung mit den Menschen zum Ausdruck brachte, die Gott suchten.

Doch während der Taufe Jesu geschah etwas Besonderes. Der Himmel öffnete sich. Man könnte dieses Auftun des Himmels als eine Wechselwirkung zwischen dem Himmel und der Erde schlechthin betrachten, weil der Christus als der aus dem Himmel Gesandte die Erde für den Himmel heimholt.

Bevor er den ersten Schritt von ungeheurer Tragweite tat, musste er die Gewissheit haben, dass er sich nicht irrte; und tatsächlich sprach Gott zu ihm, während er getauft wurde. Die Stimme Gottes kam zu ihm und sagte ihm, dass er die rechte Entscheidung getroffen habe. Ja, weit mehr noch, eben diese Stimme Gottes Umriss auch seinen Weg zu Gott. Gott sagte zu ihm; „Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen“. Dieser Satz enthält zwei Aussagen. Du bist mein lieber Sohn. So heißt es auch im Psalm 2, 7, und man hatte darin stets eine Beschreibung des Messias erblickt. An dir habe ich Wohlgefallen ist Jesaja 42, 1 entnommen, einer Schilderung des Knechtes Gottes, die in dem Jesaja 53 beschriebenen Leiden gipfelte. Die Himmelsstimme verkündigt den Herrn als Sohn Gottes, an welchem der himmlische Vater Wohlgefallen fand. Die Bezeichnung : „……Mein Sohn, der geliebte“, entspricht dem „hebräischen Wort „jachia“ = der Einzige, der Einziggeborenen Sohn Gottes“. Dem Manne Jesus ist nun ein weiterer Blick als dem zwölfjährigen Knaben aufgegangen. Nicht nur seine Person zu sein, „in dem, was des Vaters ist“, ist forthin sein Anliegen, sondern jetzt ist das Heilandsbewusstsein  gereift, jetzt erkennt er, dass er mitten unter dem sündigen Volk „in dem, was des Vaters ist“, sein müsse, nämlich in dem Werke des Vaters zur Erlösung des Volkes. Dieser Selbsterniedrigung begegnet sofort die göttliche Verherrlichung“ „Du bist Mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“!

Das Wort „Du bist mein Sohn….“ Hat aber  nicht nur für den Christus(den Gesalbten, den Messias) Bedeutung, sondern hat auch für dich einen tieferen Sinn und zwar soteriologisches Gewicht. Zum Vater im Himmel geht der Weg nur über den Sohn. Der Sohn kann darum allein dein Mittler sein. Der Vater sagt: „Dies ist mein geliebter Sohn“. Diesem Sohn zuliebe lässt sich der Vater uns vor sein Angesicht kommen. Dem Sohn zuliebe lässt sich der Vater von uns sprechen. Ohne den Sohn ist’s unmöglich. In dieser Beziehung gilt das Wort des Vaters: „Dies ist mein geliebter Sohn“ auch für dich.

Noch ein Gedanke über die Geltung des Wortes: „Du bist mein geliebter Sohn“ … Gott hat zwar viele als seine Werkzeuge gesendet und ausgerüstet für ihren Dienst. Sie alle aber erhielten ihre Sendung innerhalb ihres irdischen Lebens. Hingegen „den Sohn“ hat Gott aus dem überirdischen Leben heraus in das irdische Leben hineingesendet. Der Sohn existierte schon vor Seinem irdischen Leben in Ewigkeit bei Gott, Gott bei Gott, wesensgleich und wesenseins mit dem Vater(Joh1, 1).

So kam Jesus zum ersten Mal während seiner Taufe zum Bewusstsein, dass er der Messias, der Gesalbte Gottes war und dass darin nicht Macht und Ruhm, sondern Leiden und Kreuzestod beschlossen lagen. Der Kreuzestod kam für Jesus nicht unerwartet, von dem Augenblick an, da er sich seiner Sendung bewusst wurde, sah er das Kreuz vor sich. Bei der Taufe siehst du, wie Jesus um Gottes Bestätigung bittet und erfährt, dass ihm das Kreuz bestimmt ist. Und er folgte seiner Berufung trotz dem verheißenen Leid in aller Treue. Wie sieht es bei dir aus, folgst du Gott allezeit, auch wenn es heißt es stehen Zeiten des Leidens bevor? Folgst du Gott, wenn der Weg den du gehen sollst nicht deinem geplanten Weg entspricht? Wie groß ist dein Opfer, für Gottes Weg in deinem Leben? Bist du bereit alles was dir Lieb ist, zu opfern? Bist du bereit dein Leben zu geben?

Der Heilige Geist kam herab in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn. Lukas sagt ausdrücklich „Der Heilige Geist“, Markus sagt: „Geist Gottes“, Markus sagt: „der Geist“. Die Gestalt der Taube hat etwas in sich Geschlossenes,  Abgerundetes. Am Pfingstfest erscheint der Heilige Geist in der Gestalt von zerteilten Feuerzungen, welche sich auf die Häupter des Anwesenden niederlassen. Pfingsten ist das Sinnbild der verschiedenen unter seinen Nachfolger verteilten Gaben. Hier bei dem Herrn Jesus ist der Heilige Geist in seiner Ganzheit, Einheit und Fülle ihm zuteil geworden. Gott gab ihm den Geist nicht nach dem Maß „wie den Propheten“, sondern es ist die völlig bleibende Einwohnung des Geistes, das vollkommene Erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, und zwar ohne Maß(Joh3, 34). Im Gegensatz zum dem Erfüllt werden mit Geist bei den Propheten des Alten Testamentes muss das Wort des Täufers im Evangelium Johannes 1, 32 angeführt werden „der Heilige Geist blieb auf ihm“. Bei den Männern des Alten Testamentes kam der Heilige Geist als vorübergehende Wirkung aus sie, hier „blieb“ der Heilige Geist ständig, und zwar in seiner Fülle, ohne Maß!

Die Bedeutung der Taufe wird aber weiterhin noch nicht ganz vollständig erkannt, wenn man in ihr nur einen Faktor des Erlösungswerkes Jesu sieht und nicht auch eine Phase in der Geschichte der Gemeinde Jesu. Weil Jesus in dieser Taufe des Sünders eingegangen und dann seinem Krauz und Auferstehung ihr Inhalt geworden ist, heißt von nun an „getauft werden“: mit Christus sterben, um mit ihm zum Neuen Leben zu erstehen.

Die Geschichte der Taufe Jesus hat endlich auch in christologischer Hinsicht bleibendes Gewicht. Sie gibt unserem Glauben an den Sohn Gottes den objektiven Grund eines göttlichen Zeugnisses, dass ebenso wenig geleugnet als widerrufen werden kann. Und sie offenbart ein Stück von der Fülle des göttlichen Wesens, wie der Vater dem Sohne Zeugnis gibt und der Geist in sichtbarer Gestalt herniederkommt.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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