Hallelujah Lord

Andacht vom 06. Juni (Begegne dem Bösen mit dem Bekenntnis und der Liebe Jesus!)

(Andacht erscheint zurzeit, wegen Krankheit nicht regelmäßig)

Shalom ich wünsche dir einen gesegneten und mehr als schönen Tag. Danke dem Herrn und abermals sage ich dir danke dem Herrn. Es gibt so viele Dinge in deinem Leben, für die du dankbar sein kannst. Dankbarkeit bewahrt dir die Demut in deinem Herzen und die Demut bewahrt dich vor Hochmut, der bekanntlich vor dem Fall kommt!

Begegne dem Bösen mit dem Bekenntnis und der Liebe Jesus!

Lukas 23, 13-25              

Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen

und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abtrünnig; und siehe, als ich ihn vor euch verhörte, habe ich an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deren ihr ihn anklagt,

aber auch Herodes nicht; denn er hat ihn zu uns zurückgeschickt, und siehe, es ist nichts von ihm verübt worden, was des Todes würdig wäre.

Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen.

Er musste ihnen aber auf das Fest einen freigeben.

Da schrie aber der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gib uns Barabbas frei!

Der war wegen eines in der Stadt vorgefallenen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden.

Da redete ihnen Pilatus noch einmal zu, weil er Jesus freizulassen wünschte.

Sie aber riefen dagegen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!

Und zum drittenmal sprach er zu ihnen: Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine des Todes würdige Schuld an ihm gefunden. Darum will ich ihn züchtigen und dann freilassen.

Sie aber hielten an mit lautem Geschrei und forderten, daß er gekreuzigt werde; und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand.

Da entschied Pilatus, dass ihre Forderung erfüllt werde,

und gab ihnen den frei, welcher eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen worden war, den sie begehrten; Jesus aber übergab er ihrem Willen.

Dieser Abschnitt versetzte uns in höchstes Erstaunen. Eins jedenfalls geht kristallklar daraus hervor: Pilatus wollte Jesus nicht verurteilen. Er war sich bewusst, dass ein solches Urteil Verrat an der unparteiischen Rechtsprechung bedeutete, für die Rom berühmt war. Er versuchte daher nicht weniger als viermal, sich dem Urteilsspruch zu entziehen und zu verhindern, dass Jesus zum Tode verurteilt wurde. Er empfahl den Juden, die Angelegenheit selbst zu regeln (Joh19, 6. 7). Er versuchte, den Fall an Herodes abzuschieben. Er versuchte die Juden dazu zu überreden, Jesus als den Gefangenen anzunehmen, der alljährlich zum Passahfest von den Behörden freigelassen wurde (Mk15, 6). Er versuchtem, einen Kompromiss mit ihnen zu schließen, indem er ihnen versprach, Jesus auspeitschen zu lassen, bevor er ihn freigab. Er versuchte wirklich ihm alles Mögliche, sich diesen Urteilsspruch zu entziehen. Aber er sprach nicht klar und deutlich aus, dass er ihn nicht verurteilen werde. So wie wir Menschen oftmals nicht klar und deutlich Stellung beziehen, wir versuchen uns oftmals, einer deutlichen Stellungsname mit allen Mitteln zu entziehen. Selbst dem Bekenntnis unseres Glaubens, unser Ja zu Jesus Christus, versuchen wir teilweise aus unserer Menschenfurcht heraus zu entziehen. Stehe auf und bekenne Jesus Christus „klar und deutlich“ vor den Menschen, dann wird Jesus Christus dich auch vor seinem Vater bekennen.

Pilatus wurde ganz eindeutig dazu gezwungen, das Todesurteil über Jesus auszusprechen. Wie war es jedoch möglich, dass der jüdische Pöbel den erfahrenen römischen Landpfleger dazu zwang, Jesus zum Tode zu verurteilen? Die Juden haben Pilatus buchstäblich durch Erpressung dazu gebracht, das Todesurteil über Jesus auszusprechen. Das liegt ganz einfach daran, dass nach der unparteiischen römischen Rechtsprechung jeder Provinz das Recht Zustand, in Rom Beschwerde wegen Missregierung eines Statthalters einzulegen. Und mit solchen Stadthalter wurde dann kurzer Prozess gemacht. Nun hatte Pilatus bei der Verwaltung Palästinas tatsächlich zwei schwere Fehler begangen. Der Hauptsitz der römischen Verwaltung für Judäa befand sich nicht in Jerusalem, sondern in Caesarea, doch war in Jerusalem ein bestimmtes Truppenkontingent stationiert. Die Spitzen der Standarten der römischen Truppen waren mit kleiner Büste des regierenden Herrschers versehen. Achte immer darauf, dass dir wichtig ist und bleibt, was Gott über dich denkt und nicht irgendwelche Menschen. Gehe keine Kompromisse ein, indem du von der Wahrheit abweichst, nur damit du ein gutes Ansehen bei den Menschen hast. Dir soll immer wichtig sein, was Gott von dir möchte, dann erfüllst du alles was wichtig ist.

Der Kaiser galt zu jener Zeit offiziell als Gott. Da nach dem jüdischen Gesetz Götzenbilder verboten waren, hatten die vorhergehenden Landpfleger mit Rücksicht auf die Grundsätze der Juden, schon bevor sie ihre Truppen in Jerusalem einmarschieren ließen, die Abbildungen des Herrschers entfernt. Pilatus dagegen hatte sich geweigert, dies zu tun. Er ließ seine Soldaten bei Nacht einmarschieren, mit dem kaiserlichen Abbild an ihren Standarten. Daraufhin erschienen die Juden in hellen Scharen in Caesarea und versuchte Pilatus, die Bilder zu entfernen, was er ablehnte.

Tagelang wiederholten sie ihre dringenden Bitten. Am sechsten Tage willigte Pilatus schließlich ein, sich mit ihnen, umgeben von seinen Truppen, auf freiem Gelände zu treffen. Er ließ sie wissen, wenn sie nicht augenblicklich aufhörten, ihn mit ihren Gesuchen zu belästigen, werde er sie unverzüglich töten lassen. „Sie warfen sich zu Boden, entblößten den Hals und sagten, dass sie den Tod bereitwillig auf sich nehmen würden“. Selbst Pilatus vermochte die Menschen daraufhin nicht einfach kalten Blutes erschlagen zu lassen, sondern musste ihnen nachgehen. Josephus hat den ganzen Vorrang in seinem Werk „Jüdische Altertümer“, Band 18, Kapitel 13 beschrieben. Pilatus seinerseits nutzte die Situation dazu aus, die Stadt mit einer neuen Wasserleitung zu versorgen und finanzierte das Unternehmen mit Geld, das aus dem Tempelschatz stammte. Das einzige, was die römische Verwaltung in dem weitausgedehnten Weltreich nicht dulden konnte, war Aufruhr unter der Zivilbevölkerung. Hätten die Juden von den hier geschilderten Vorgängen offiziell etwas nach Rom berichtet, ist kaum daran zu zweifeln, dass Pilatus im Schnellverfahren entlassen und abgelöst worden wäre. Johannes berichtet uns von dem verhängnisvollen Wink, den die jüdischen Obersten Pilatus mit ihren Worten gaben: „Lässt du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht“ (Joh19, 12). Die Juden zwangen Pilatus, Jesus zum Tode zu verurteilen, indem sie ihn, damit drohten, offiziell Beschwerde über ihn in Rom einzulegen. Hier stoßen wir auf die schreckliche Wahrheit, dass die Vergangenheit eines Menschen sich gegen ihn erheben und ihn in seiner freien Entscheidung lähmen kann. Wenn du dich bestimmter Handlungen oder eines bestimmten Verhaltens schuldig gemacht hast, verliest du damit zugleich das Recht, bestimmte Dinge auszusprechen. Denn wenn du sie aussprichst, wird dir deine Vergangenheit entgegengeschleudert. Du musst dich davor hüten, dich so zu betragen, dass du dich damit eines Tages selbst des Rechts beraubst, den Standpunkt zu vertreten, zu dem du dich verpflichtest fühlst. Nie sollst du dich so verhalten, dass die Menschen später mit vollen Recht behaupten können: „Wenn irgendjemand, so hast du kein Recht dazu, in dieser Weise zu sprechen“.

Doch wenn du tatsächlich einmal in eine solche Lage gerätst, dann gibt es nur eine Möglichkeit: ihr mutig die Stirn zu bieten und die Folgen auf dich zu nehmen. Diesen Mut besaß Pilatus leider nicht. Lieber gab er die Gerechtigkeit preis als seine Stellung; er verurteilte Jesus zum Tode, um als Landpfleger in Palästina zu bleiben. Wäre er ein wirklich mutiger Mensch gewesen, dann hätte er sich nicht beirren lassen, sondern das Rechte getan und die Konsequenzen auf sich genommen; doch seine Vergangenheit machte ihn zum Feigling. Verrate Jesus nicht, indem du schweigst und seine Gerechtigkeit verleugnest. Sei bereit alle Konsequenzen zu tragen, die deine Jüngerschaft mit sich bringt. Dein „Ja sei ein Ja“ und dein „Nein sei ein Nein“, stehe fest zu Jesus Christus, egal in welcher Situation, egal an welchen Ort, verrate Jesus nicht.

Wenn du den Menschen gegenüber schweigst von Jesus zu erzählen, schweigt Jesus und wird seinen Vater deinen Namen nicht bekennen.

Gottes Schutz, Segen und Frieden

euer Thorsten Thiem

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