Hallelujah Lord

Und Plötzlich

Und Plötzlich

Ich finde es immer wieder erstaunlich zu beobachten, dass Menschen die sich sonst nie zu Wort melden, also dich nicht mal loben oder etwas Gutes über dich aufweisen, plötzlich zuschlagen, wenn sie ihrer Meinung nach, etwas Schlechtes, negatives oder ihnen irgendetwas an dir und deinen Verhalten nicht passt. Plötzlich wie aus dem „Nichts“ haben sie etwas zu sagen und nicht nur das, sie müssen es der ganzen Welt mitteilen. Gerade in der heutigen Zeit in den Social Media Zeiten, da wollen sie allen mitreden. Sie kennen dich nicht, sie sind keinen einzigen Meter mit deinen Schuhen gelaufen, urteilen aber über dich und stellen dich als ganze Person in Frage.

Noch schlimmer wird es in christlichen Kreisen, dort wird dann auch noch deine Berufung und deine ganze Gottesbeziehung in Frage gestellt. Immer drauf von oben, mit dem Vorschlaghammer, immer drauf, schön die ganze Person in Frage stellen. Du glaubst nicht richtig, du hast Sünde in deinen Leben, das steht dir nicht zu, so etwas sagt man als Christ nicht, Gott hat mir über dich gezeigt. Viele Menschen, auch wenn sie dich gar nicht kennen, beurteilen dich und klagen dich in aller Öffentlichkeit an. Nicht nur das, sie gehen auch woanders hin und ihr Einstiegssatz lautet „hast du schon gehört?“, findest du nicht, wie denkst du darüber, ach du siehst das anderes, dann gehe ich lieber woandershin und suche mir jemanden, der das genauso sieht wie ich, dann kann es sich besser wie ein Virus verbreiten.

Plötzlich fühlen sich Menschen zu höheren berufen und müssen dir unbedingt etwas von Gott sagen. Etwas dagegen sagen kannst du nicht, denn das was ich dir gesagt habe, ist doch von Gott und wenn etwas von Gott kommt, kannst du doch nichts dagegen sagen, ich versichere dir, es kommt nicht von mir, Gott hat mir gezeigt. Du fühlst dich plötzlich wie eine Made, die im Dreck herumsuhlt, völlig wertlos. Dabei warte ich schon auf den Satz, „Wieso ist eine Made nichts wert, sie ist auch eine Schöpfung Gottes“. Du kannst einfach sagen was du willst, es zählt alles nichts, denn Gott hat gesprochen. Dabei kommen mir gerade, die alten Indianergeschichte in den Sinn „Hau Manitu hat gesprochen. Was bilden sich die Menschen eigentlich ein, was nehmen sie sich heraus, andern Menschen gegenüber. Ich kann euch sagen, die Psychiatrien sind voll, von Menschen, die mit dem Glauben nicht zurechtkamen, weil sie die Last, die ihnen andere Menschen aufgelegt haben, nicht zurechtkommen.

Wer sagt mir eigentlich, wie ich sein soll, was stelle ich da, bin das wirklich ich. Auf der einen Seite, bin ich, wie ich bin, auf der anderen Seite, sind diejenigen, die eigentlich bestimmen wollen, wie ich zu sein habe, dann gibt es noch die Menschen, die herum erzählen wie ich bin, Du sollst nicht falsch Zeugnis reden, wieder deinen Nächsten, zählt plötzlich nicht mehr, viel wichtiger ist, wie ich zu sein haben, noch besser ist, wie Gott meint dass ich sein soll. Du darfst als Mann, als Prediger keine langen Haare haben, die Frauen haben eine Kopfbedeckung zu tragen und ich Mann, bestimme das jetzt, egal ob du meine Frau bist, es soll plötzlich über dich bestimmt werden. Wie oft lassen wir uns von anderen Manipulieren und tun Dinge, die wir eigentlich gar nicht tun wollen und dann wundern wir uns „Warum wir nicht Glücklich sind“. Wie sollst du auch Glücklich sein, du lebst ja gar nicht dein Leben, du lebst das Leben von einem anderen Menschen.

Es gibt noch die Sorte, die wartet nur darauf, dass sie dir irgendetwas anlasten können. Hierbei wird bis in kleinste darauf geachtet, was du tust und was du redest, wieder einmal das falsche, ich muss sofort zur Stelle sein, damit ich es Frau Plaschke mäßig gleich jeden brühwarm weiter transportieren kann. Es passiert alles ganz plötzlich, aus dem Nichts, wenn du Glück hast, töten sie nur dein Leumund und nicht dich. Sie leben für die Geschehnisse, die in deinem Leben passiert. Eigentlich leben sie ein total ärmliches Leben, was kein anderer leben möchte.

     Was habe ich aus meinen heutigen Gedanken gelernt?

Ich werde in Zukunft mein Leben, leben, wie ich meine es leben zu müssen und es ist mir egal „wie du über mich redest“ und „wie ich zu sein habe, in deinen Augen interessiert mich nicht!

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